Archiv für die Kategorie 'Vermischtes'Seite 2 von 7



In eigener Sache

Eigentlich gehe ich als Spam gefilterte Kommentare vor dem Löschen noch mal durch, um nachzusehen, ob nicht doch ein falsch positiv erkannter Kommentar dabei ist.

Nachdem jetzt aber innerhalb von wenigen Tagen gut 1600 Kommentare als Spam herausgefiltert wurden, habe ich dazu keine Lust. Bei vermissten Kommentaren bitte melden. Sonst lösche ich den ganzen haufen ungelesen.

I can’t take my eyes off you

Warum gibt es solche Kampagnen nicht bei uns?

(Achtung, das Video ist nichts für schwache Nerven.)

(via Nerdcore)

Kein Kommentar

Financial Times Deutschland:

Doch in Amerika sieht man das etwas anders. Der Amoklauf von Blacksburg sei vielmehr der Beweis dafür, dass die USA liberalere Waffengesetze brauchten, sagten Vertreter der Waffenlobby. “Alle Schießereien in Schulen, die in den vergangenen zehn Jahren vorzeitig beendet wurden, wurden beendet, weil ein gesetzestreuer Bürger eine Waffe dabei hatte”, sagte Larry Pratt, Chef der Vereinigung “Gun Owners of America. “Der Amoklauf an der Virginia Tech ist der Beweis dafür, dass waffenfreie Zonen sofort abgeschafft gehören.” Bewaffnete Studenten hätten den Amokläufer stoppen können.

Nachtrag und damit doch ein Kommentar: Bei Destructoid liest man etwas Interessantes über  den ultrakonservativen Computerspielehasser Jack Thompson, der schon die Ursache für diesen Amoklauf gefunden hat während andere noch nicht mal wissen, was genau passiert ist.

Ein Paradebeispiel. Vor der offensichtlichsten Sache verschließt man die Augen, aber bevor auch nur einer überhaupt etwas weiß, ist schon ein Sündenbock gefunden.

Cute

Knut ist doof, stinkt und wird in einem Jahr so fett sein, dass sich keine Sau mehr für ihn interessiert. Und für den Berliner Zoo schon gar nicht.

Ich habe Angst

Nicht vor dem immer wieder hochdramatisierten Terrorismus, sondern vor paranoiden und anständigen Law-and-Order-Innenministern.

Wozu Sicherheitsbehörden übrigens u.a. gut sind, zeigt dieser Artikel.

Nicht auflegen?

In den letzten Tagen habe ich auf unterschiedlichem Wege zwei Artikel gelesen, die sich mit dem Thema Telefonmarketing beschäftigen. Einmal bei Heise, und einmal über das law blog bei der FAZ (sehr interessant).

Wie man weiß, gibt es im Bereich Telefonmarketing viele unsaubere Unternehmen, die rechtswidrig anrufen, lügen und einem Dinge anquatschen, die man gar nicht haben will. Schlimmer noch, gibt es sogar jene, die für den Angerufenen ohne dessen Einverständnis einen Vertrag abschließen. Meine ersten Assoziation beim Begriff Telefonmarketing sind jedenfalls „Betrug“ und „Drücker“.

Aber natürlich gibt es unter den schwarzen Schafen auch ehrliche Telefonverkäufer (s. Heise):

Anrufe seien ein sinnvolles Instrument, meint Patrick Tapp, Inhaber einer Agentur in Frankfurt und im Deutschen Direktmarketing Verband DDV für Verbraucherdialog zuständig: “Wir sind eine kommunikative und mobile Gesellschaft, da passt Telefonmarketing sehr gut in die Zeit.” Firmen könnten ihre Kunden auf diese Weise sehr schnell über neue Angebote informieren, sofort Fragen beantworten und bei Bedarf Aufträge annehmen.

All das habe nichts mit Belästigung zu tun, solange die Regeln eingehalten würden, sagt Tapp.

Hm. Nur leider gibt es diese schwarzen Schafe. In Mengen. Bei einem Telefonanruf mit unterdrückter Rufnummernübermittlung kann man nicht erkennen, ob der Anrufer, der sich gerade als Mitarbeiter der Telekom ausgibt, wirklich bei dieser arbeitet. Man kann das Gespräch im Normalfall nicht aufzeichnen (von der fragwürdigen Beweiskraft einer Aufnahme mal abgesehen) und in der Regel auf die Schnelle auch keine Zeugen finden.

Daher kann die richtige Einstellung bei einem Cold Call nur sein, vom Schlimmstmöglichen auszugehen: Der vermeintliche Telekom-Mitarbeiter arbeitet für eine Firma, die davon lebt, auf Provisionsbasis Anschlüsse eines Telekom-Konkurrenten zu verkaufen. Da er selber nur nach Erfolg bezahlt wird, wird er jedes Wort, was im entferntesten als Zustimmung (wofür auch immer) gewertet werden kann, als „Ja, ich will ihren Vertrag!“ annehmen. Selbst ein „Schicken Sie mir ein schriftliches Angebot“ ist nicht sicher, wie man bei der FAZ lesen kann.

Also bleiben als Reaktion nur die Trillerpfeife, unflätige Beleidigungen, ein lautes „NEIN! NEIN! ICH WILL DAS NICHT!“ oder am einfachsten das kommentarlose Auflegen. Alles andere ist schon fast fahrlässig.

Aber sind es nur die schwarzen Schafe? Wäre Telefonmarketing okay, wenn alle Anbieter sauber wären?

Ich kann es mir nicht vorstellen. Denn bei jedem Telefonmarketinganruf geht es darum, dem Angerufenen etwas zu verkaufen. Dabei geht es um Zahlen und Fakten und immer um Geld. Ich glaube, dass gesprochene Sprache eine der besten Kommunikationsformen überhaupt ist. Zum Berichten von Ereignissen, zum Erzählen von Geschichten und für vieles mehr. Aber nicht, um Zahlen, Verhältnisse, Zusammenhänge, Einsparmöglichkeiten und vor allem Kosten zu vermitteln und erfassen. Dafür eignet sich die Schrift zig mal besser. Das weiß jeder, der schonmal versucht hat, am Telefon eine Berechnung zu diskutieren.

Dazu kommt der psychische Druck. Man wird völlig unvorbereitet angerufen und hat nur einen extrem kurzen Augenblick Zeit, um zu verarbeiten, worum es überhaupt geht. Keine Zeit, sich vorher einen Überblick zu verschaffen oder mit Angeboten anderer Anbieter zu vergleichen. Gleichzeitig fühlt man sich dem Anrufer verpflichtet, ihn nicht zu lange warten zu lassen. Das ist natürlich Quatsch, dürfte aber bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt sein (bei älteren Menschen garantiert sehr viel stärker). Bei einem normalen Einkauf bzw. Vertragsabschluss verhielte man sich völlig entgegengesetzt.

Ich kann im Telefonmarketing beim besten Willen keinen Vorteil für den Kunden erkennen. Ganz im Gegenteil. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Also, Argumente anyone?

EMI verkauft DRM-freie Musik

Man hat sowas ja förmlich kommen sehen. Das große Musiklabel EMI hat gestern zusammen mit Steve Jobs von Apple bekannt gegeben, dass man in Zukunft die eigene Musik online auch ohne Kopierschutz bzw. DRM anbieten werde.

Noch dazu werden diese Songs in besserer Qualität bereitgestellt. Einziger Wermutstropfen ist der Preis. DRM-freie Songs kosten nicht wie üblich 0,99 €, sondern schlagen mit 1,29 € pro Song zu Buche. Komplette Alben sollen aber weiterhin für pauschal 9,99 € erhältlich sein.

Bemerkenswert finde ich jedoch, dass man die Songs sogar ohne digitale Wasserzeichen anbieten will. Letztere erlauben eine Zuordnung der individuellen Datei zum Käufer. Sowas ist für die Plattenfirmen nützlich, wenn es darum geht, Nutzer zu identifizieren, die ihre Songs illegal online anbieten.

Das wäre das erste Mal seit Napster, dass Musikkäufer nicht mehr als potentielle Raubkopierer angesehen und durch möglichst viele Kopierschutzmaßnahmen im Musikgenuss eingeschränkt und gegängelt werden. Endlich könnte man sich wie ein ernstgenommener Kunde fühlen.

Als Musikkäufer könnte ich online Musik kaufen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich die Musik in 10 Jahren überhaupt noch abspielen kann. Ich könnte die Musik in beliebige Formate konvertieren, auf beliebig viele CDs brennen, auf beliebig viele Player laden. Und vor allem wäre die legale Privatkopie wieder möglich, so dass ich Freunden etwas von meiner Musik abgeben könnte, ohne mich damit strafbar zu machen.

Ich schreibe bewusst im Konjunktiv, da die anderen Labels noch folgen müssen. Ich hoffe, dass sich die Kehrtwende für EMI lohnt, damit die Musikindustrie nach Jahren endlich einsieht, dass Raubkopien niemals zu stoppen sein werden und die einzig erfolgreiche Strategie nur sein kann, ehrlichen Kunden ein möglichst attraktives und flexibles Angebot zu machen.

Vielleicht ist das der Anfang des Endes von DRM & Co. auch für Filme und andere Medien.

Nachgereichte Neuerungen

Ist jetzt schon etwas spät, aber besser spät als gar nicht. Es gab hier in den letzten Tagen ein paar kleine Änderungen.

Zum einen ist das Werbebanner oben rechts weg. Es war vom finanziellen her für mich das effektivste Werbebanner. Allerdings sah die eingeblendete Werbung meiner Meinung nach größtenteils billig bis unseriös aus. Und ich will nicht, dass meine Seite durch die Werbung verschandelt wird. Die Werbetexte rechts bleiben erstmal, obwohl ich auch damit so meine Probleme habe.

Weiterhin heißen die täglichen Links jetzt nur noch Links. Offensichtlich sorgte das „del.icio.us“ davor für etwas Unklarheit. Deshalb nutze ich dies auch gleich, um zu erklären, wozu die sind. del.icio.us ist ein sogenannter Social-Bookmark-Dienst. Dort kann ich Links zu Seiten speichern, die ich in irgendeiner Art und Weise für erwähnenswert halte. Das kann alles mögliche sein und muss nicht immer bedeuten, dass ich hinter den verlinkten Seiten stehe. Einmal täglich werden dann hier die Links vom vergangenen Tag veröffentlicht.

Und damit hätte ich dann auch schon die Überleitung zur letzten Neuerung. In diesem Blog kann man ab sofort die Kommentare zu einzelnen Artikeln per E-Mail abonnieren. Dazu befindet sich unter dem Kommentarfenster ein Knopf, mit dem man nach Abgabe eines eigenen Kommentars das Abo aktivieren kann. Ggf. kann man dort auch das Abo kündigen und seine Aboeinstellungen verwalten. Ist die Funktion aktiviert, bekommt man automatisch eine E-Mail bei neuen Kommentaren zu dem entsprechenden Beitrag. Das ist u.U. sinnvoll, wenn man über weitere Diskussionsbeiträge oder evtl. spätere Antworten von mir informiert bleiben möchte.

Was das jetzt mit den Links zu tun hat? Offensichtlich hat WordPress 2.1 (die Software hinter diesem Blog) noch einige Probleme mit Plugins. Wenn ich dieses Kommentar-Abo-Plugin aktiviere, funktioniert die Aktivierung eines anderen Plugins nicht mehr, dass eigentlich für die Formatierung der täglichen Links zuständig war. Letztere muss ich nun manuell vornehmen. Ich hoffe aber, dass das in kommenden Versionen von WordPress und den Plugins wieder funktioniert.

I wie infantile Innovation

Bei Spreeblick gibt es ein Video über das Spiel LittleBigPlanet für die Playstation 3:

Als jemand, der noch nie verstanden hat, warum der Begriff „kindisch“ immer in einem abwertenden Kontext benutzt wird, bleibt mir nur ein Wort: Wow! Sehr innovatives Spielkonzept, genial einfach. Und kindisch.

Das Video weckt in mir direkt einen massiven Spieltrieb und ein großes Haben-Wollen-Bedürfnis. Wenn ich das sehe, muss ich ein bisschen wehmütig an früher denken, als ich noch mehr Zeit mit Computerspielen verbracht habe.

LittleBigPlanet ist ein Argument, sich die PS3 zu holen. Allerdings sprechen momentan leider 600 andere Argumente ziemlich dagegen.

Ablauf einer TeleBid-Auktion

Achtung, extrem langer Artikel!

Nachdem ich bereits über die Abmahnungen von TeleBid gegen einen Blogger berichtet hatte, habe ich mir TeleBid mal selber angesehen. Ich wollte verstehen, wie eine Auktion bei TeleBid abläuft. Dazu habe ich am vergangenen Donnerstag gegen 13:45 Uhr auf der Hauptseite von TeleBid zufällig und willkürlich eine Auktion angeklickt, die „bald“ enden solle. Es ging um die Digitalkamera „Lumix DMC-FZ50“ von Panasonic. Diese bekommt man bei seriösen Onlinehändlern für ca. 480 €.

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