Archiv für die Kategorie 'Privates'Seite 2 von 3



Flo(h)markt

Klasse Wortspiel, was? Na gut, der ist schlecht.

Es hat nicht zufällig jemand Verwendung für ein altes Handy oder einen alten Computer, oder? Falls doch, hier ein paar Details.

  • Handy: Siemens SX1 in der O2-Music-Edition
    • Gut 2,5 Jahre alt, davon 2 Jahre in Benutzung gewesen. Daher auch entsprechende Gebrauchsspuren.
    • Inkl. Akku, Ladegerät, Datenkabel, 128 MB MMC-Speicherkarte, Anleitung und Software-CD in der Originalverpackung.
    • Nachtrag: jetzt auch mit Kopfhörern
    • Branding von O2, sollte aber auch ohne O2-Karte voll benutzbar sein.
    • Nachtrag: Das Handy steht inzwischen bei eBay.
  • Computer:
    • Midi-Tower
    • AMD K6-2 400 (400 MHz Taktfrequenz) mit sehr leisem Lüfter
    • 128 MB RAM
    • Mainboard: Tekram(?) P5MVP-A4, ohne Bedienungsanleitung (online verfügbar)
    • Grafikkarte: Diamond Viper V550 (Riva TNT), passiv gekühlt, inkl. Treiber-CD
    • Zusätzlicher IDE-Controller: Promise Ultra 100 TX2 (Ultra ATA/100), inkl. 1×40-poliges IDE-Kabel für das CD-Laufwerk sowie Bedienungsanleitung und Treiber; am Controller hing schon eine 160-GB-Festplatte
    • 100-Mbps-Netzwerkkarte
    • 10-Mbp-Netzwerkkarte
    • CD-Brenner: Plextor PlexWriter 16/10/40A, inkl. Karton mit Sofware und Kabeln
    • keine Festplatte
    • 3,5″-Diskettenlaufwerk
    • 230-W-Netzteil mit sehr leisem Lüfter, inkl. Netzkabel
    • Anschlüsse:
      • 2x USB
      • 2x PS/2 (Maus und Tastatur)
      • 2x seriell
      • 1x parallel
      • 1x VGA
      • 2x Twisted-Pair-Ethernet
      • 1x BNC
      • 1x Netzkabel

Bei Fragen oder Interesse einfach bei mir oder hier in den Kommentaren melden. Bilder gibt es hier.

Das Handy kann ich gegen Erstattung der Versandkosten gerne verschicken. Beim Rechner wird es angesichts des Gewichts und fehlender Verpackungsmöglichkeiten schon schwieriger. Aber da lässt sich sicher auch eine Lösung finden.

Noch ein Hinweis, damit keine Missverständnisse aufkommen. Der Rechner hat keine Festplatte, ist also in der Form kaum einsetzbar. Wer sich dafür interessiert sollte wissen, was er tut. Bei mir war der Rechner bis vor kurzem mit einer 160-GB-Platte als Router/Fileserver im Einsatz, welche Maximalgrößen der Controller darüber hinaus verträgt, weiß ich nicht.

Ansonsten sollten Handy und Rechner funktionieren. Allerdings kann ich die vollständige Funktionsfähigkeit bis in jedes Detail weder überprüfen noch garantieren. Erst recht nicht für eine längere Zeit.

Wenn sich niemand meldet, kommen die Dinger auf den Elektroschrott.

Ich liebe Altbauten 2

Unser Nachbar von unten bohrt gerade so lustig im Stahlbeton rum, dass es mir an den Füßen kitzelt.

Silikonglasur

Am Donnerstag Backmischung für Zitronenkuchen vom großen Lebensmitteldiscounter mitgebracht. War im Angebot. Da macht man nix falsch.

Der Kuchen ging auch prima. Nur die Glasur war seltsam. Beim Anrühren nach einigen Schwierigkeiten noch unauffällig, bekam diese beim Antrocknen eine extrem seltsame, klebrig-glibberige Konsistenz. Vom Gefühl her irgendwo zwischen Gummi, Kleister, Badsilikon und Popel. Rein geschmacklich schon nicht lecker, aber mit der Konsistenz nur noch ekelig.

Immerhin ließ sich die Glasur dadurch problemlos vom Kuchen abziehen. Glück im Unglück.

Link: sevenload.com

Die neue Glasur habe ich dann mit Puderzucker und Zitronensaft lieber ganz alleine gemacht. Jetzt schmeckt’s lecker.

Erdkunde beim Titten-Heinz*

In der Schule kann man die einzelnen Fächer besonders gut nach der Willkür der Notengebung einteilen. Natürlich kann einem der Lehrer in jedem Fach eine schlechtere Note reinwürgen, aber am geringsten ist diese Willkür wohl in Mathematik. Wenn man Mathe kann, kann man die Aufgaben lösen. Ergebnis und Rechenweg richtig ergibt volle Punktzahl. Schafft man das nicht, kann man seine Punkte zumindest transparent mit denen anderer vergleichen.

Ähnlich ist es in den Naturwissenschaften und den technischen Fächern. Physik, Chemie, Biologie, Informatik. Danach kommen mit einem großen Sprung die Geisteswissenschaften, gefolgt von den Sprachen. Hier kommt es schonmal auf das Gütdünken des Lehrers an, wie die eigene Arbeit bewertet wird. Passt die Analyse nicht in seine Meinung oder ist der Schüler dem Lehrer unsympathisch, finden sich schnell zig Gründe, warum das Geschriebene totaler Schrott ist. Andersrum natürlich genauso. Danach folgt noch Sport und weit abgeschlagen Kunst. Ich kann mir kein Fach vorstellen, in denen Noten noch beliebiger und willkürlicher sein könnten.

In der 11. Stufe stand ich in Erdkunde bei Herrn F. zwischen den Noten Eins und Zwei. Das und die einigermaßen interessanten Themen bei Herrn F. waren der Grund, warum ich auch in der 12 Erdkunde weiter belegte.

In der 12, jetzt bei Herrn S., tummelten sich meine Noten plötzlich im Dreier- bis Viererbereich. Natürlich hatte das nichts mit dem Lehrer zu tun. Und natürlich hatten die schönen Mädchen in der ersten Reihe nicht deshalb so gute Noten, weil sie hübsch und zwar nicht billig, aber doch aufreizend gekleidet waren, sondern allein deshalb, weil sie so gut Erdkunde konnten und sich so aktiv am Unterricht beteiligten.

Absurd wurde es aber dann in einer Klausur. Es ging um irgendein geplantes und gescheitertes Plattenbau-Wohnviertel im Osten (Magdeburg, I guess). Dazu gab es einige Materialen. Keine Ahnung, was die genaue Aufgabe war. Irgendwas war zu analysieren. Ich bekam eine Vier. Die Begründung war, dass ich meine Analysen nicht an den Materialen belegt hatte bzw. belegen konnte. Ich weiß nicht mehr, ob das stimmte, hatte mich aber mit der Note abgefunden.

Bei der Rückgabe der Klausuren war Herr S. total von der Klausur eines Mädchens angetan. Ich weiß nicht mehr, wie sie hieß, aber sie war eine der weniger hübschen, weniger schlanken Mädchen. Vielleicht war sie intelligent. Ich weiß es nicht, denn sie war extrem schüchtern und beteiligte sich eigentlich nie am Unterricht, auch nicht, wenn sie drangenommen wurde.

Herr S. bestand darauf, dass sie ihre Einserklausur vorlas, was sie dann schließlich — spürbar widerwillig — tat. Damit fertig, lobte der Lehrer immer wieder ihre Analysen und Folgerungen. Dass sie sich diese, so richtig sie vielleicht sein mochten, aus den Fingern gesaugt hatte und daher auch nicht an den Materialen belegen konnte, war sogar lobenswert. Ich glaube, er nannte das „weitergehende Gedanken“ oder so.

Weiter geht’s in Teil 2.

* Name und Bezeichnung geändert.

Display mit Windpocken

Vor kurzem habe ich festgestellt, dass mein MacBook Pro Flecken hat. Auf dem Display. In der Mitte des Bildschirms haben sich kleine Punkte gebildet, an denen das Bild dunkel schattiert ist.

Auf dem Foto sieht man einen der Flecken unten rechts. Leider kommt der Effekt nur schlecht rüber. Den Fleck möge man sich einfach etwas dunkler vorstellen.

Wie man sieht, handelt es sich nicht um klassische Pixelfehler, denn dabei müssten einzelne Pixel dauerhaft leuchtend oder dunkel sein. Die Pixel unter den Flecken leuchten. Das Bild ist dort einfach etwas dunkler. So als liege da irgendwo Dreck in einer Zwischenschicht.

Auf jeden Fall stört das enorm, weswegen ich heute bei einem kleinen Apple-Service-Partner in Bochum war. Dort meinte der Mitarbeiter direkt, das wären Pixelfehler. Jetzt will man das Logic Board austauschen. Wegen der Pixelansteuerung und so.

Ich gebe zu, dass ich von Mac-Hardware und Displayaufbau sowie -ansteuerung keine Ahnung habe, aber irgendwie bin ich sehr skeptisch, dass mein Notebook mit neuem Logic Board von seinen Flecken geheilt sein wird. Abwarten.

Von Straßen und Wegen

Liebe Post,

offensichtlich haben deine Postboten und DHL-Fahrer immer mal wieder Probleme mit Straßennamen. Macht ja nix, man kann ja nicht alles können. Deshalb leiste ich dir jetzt etwas Aufklärungsarbeit.

Hier in Höntrop gibt es zwei Straßen mit geradezu tückisch gleichklingenden Namen. Das ist einmal die Höntroper Straße, auf der ich wohne, und der Höntroper Gänsereiterweg, auf dem ich nicht wohne. Gut, das ist jetzt auch zum Verwechseln ähnlich. Deswegen kann ich das auch verstehen, dass hier immer mal wieder Post für den Höntroper Gänsereiterweg im Briefkasten liegt. Auch wenn der Name des Empfängers nicht im entferntesten ähnlich ist. Und es ist auch nicht schlimm, wenn der DHL-Bote klingelt und fragt, ob denn die Straße da auf dem Paket meine Höntroper Straße ist.

Aber für die Zukunft wäre es schön, wenn du deinen Boten das mit den Straßennamen mal erklärst. Klingt so ähnlich reicht da nämlich nicht.

Vielen Dank!

Gemein ist…

…wenn man einmal nachts etwas länger aufbleibt und man dann an Uhren um sich herum sehen kann, wie diese von 1:59:59 Uhr auf 3:00:00 Uhr umspringen.

Kurze Reisenotizen vom Kernkraftwerk

Nuclear power plant

Da war ich gestern. Kernkraftwerk Emsland. Also nicht im Modell, sondern im echten Kraftwerk.

Unsere Betreuerin war wertneutral ausgedrückt sehr von der Kernenergie überzeugt und darauf bedacht, möglichst viele Vorteile des Kraftwerks hervorzuheben. So wurde z.B. beim errichteten Speicherbecken mehrmals darauf hingewiesen, welch tolle Freizeitmöglichkeiten es doch für die Bevölkerung bietet. Gut, aber nichts anderes habe ich erwartet.

Der Film über das eigene Standortzwischenlager hatte grässliche Hintergrundmusik.

Die Cevapcici als Mittagessen waren richtig gut. Wirklich. Selten so leckere Cevapcici und so leckeres Tsatsiki bekommen. Der Milchreis als Nachtisch war kalt und etwas lasch gewürzt.

Im Kraftwerk laufen Horden von Objektsicherungsmitarbeitern rum. Auf’s Gelände kommt man nur nach Personendurchsuchung und Passieren einer Sicherheitsschleuse.

In Aufzügen gibt es keine Stockwerke, sondern nur Höhenangaben.

Um ins Reaktorgebäude zu gelangen, muss man insgesamt durch vier Sicherheitsschleusen und eine Druckschleuse. Um wieder rauszukommen zusätzlich zweimal durch Ganzkörper-Kontaminationsscreenings. Wenn man keine Kontamination nach draußen bringt, ertönt eine lustige Melodie (im Link selbst nachgespielt), die mich irgendwie an alte Arcade-Spiele erinnert und die ich nicht einordnen kann. Falls jemand weiß, wo das her ist, immer raus damit.

Im Reaktorgebäude ist es ekelig warm. Kopfschmerzenluft. Die Schuhe vom Kraftwerk sind etwas unbequem. Die orangen Overalls sehen lustig aus. Hab mir eine Strahlendosis von irgendwas um 1 µSv geholt. Beim Flug in den Urlaub nimmt man schnell das 10- bis 100-fache mit. Eine Zigarette wäre von der rein radioaktiven Strahlenbelastung wohl um ein Vielfaches schädlicher gewesen.

Im Maschinengebäude, wo die Turbinen und der Generator stehen, ist es noch wärmer. Und dröhnend laut.

Die zur Verfügung gestellten Kopfhörer, um bei dem Lärm die Betreuerin zu verstehen, schmerzen schon nach kurzer Tragezeit sehr unangenehm am Ohr.

Das waren soweit alle erwähnenswerten Dinge. Natürlich alles rein subjektive Eindrücke und Meinungen.

Ich will einen Arzt, keinen Vertreter

Nachdem ich jetzt fast 3,5 Jahre in Bochum lebe, wollte ich mir endlich mal einen Hautarzt in Bochum suchen, um lange Fahrzeiten zu vermeiden. Eine Liste der Hautärzte Bochums findet man leicht bei der Homepage der Stadt. Ja, aber welchen der ca. 15 Ärzte bzw. Praxen soll man da nehmen?

Dazu sollte man anmerken, dass ich mit Hautärzten schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich hab was gegen Ärzte, bei denen man – egal ob mit Termin oder ohne – gerne mal zwei Stunden bis zur Behandlung warten darf, um danach vom Arzt in zwei Minuten abgefertigt zu werden. Ich mag keine Ärzte, die mit jeder Nachfrage des Patienten genervter wirken, weil sie diese Nachfragen nicht gewinnbringend abrechnen können.

Ich möchte keinen Arzt, der mir nur möglichst viele profitable, aber völlig unnötige Zusatzleistungen andrehen will. Und wer wissen will, was ich von Homöopathie und ähnlichen Verfahren halte, kann sich diesen Artikel durchlesen.

Ich will einen Arzt, der mir zuhört, nach wissenschaftlich und medizinisch anerkannten Verfahren eine Diagnose stellt, mir alles erklärt, meine Fragen beantwortet und mir dann die optimalste Therapie bzw. das optimalste Medikament verschreibt. Ich will einen Arzt der primär Arzt ist, um seinen Patienten zu helfen und Krankheiten zu heilen. Keinen Vertreter, der möglichst profitabel Leistungen verkauft und seine Patienten mit minimalem Zeitaufwand abfertigt, damit noch genug Zeit für Cabrio und Golfplatz bleibt.

Meine Befürchtungen sagen mir, dass gerade Fachärzte immer häufiger in letzte Kategorie fallen.

Aber zurück zum ursprünglichen Problem. Aktuell gibt es keine Seiten im Netz, bei denen man Arztbewertungen von Patienten finden kann. Anscheinend wurden die entsprechenden durchaus umstrittenen Versuche durch juristische Keulen zum Aufgeben gezwungen. Das kann man gut finden oder nicht. Ich denke aber, dass man durch solche Laienbewertungen durchaus eine Idee bekommen kann, mit welchem Typ Arzt man es zu tun hat.

So bleiben als Entscheidungskriterien so Dinge wie die Entfernung zum Arzt oder der Klang seines Namens. Beides hilft mir aber nicht weiter bei der Suche im Heuhaufen. Da Homepages bei Arztpraxen eher die Ausnahme sind, bekommt man auch so keinerlei hilfreiche Informationen.

Wenn dann einer doch eine Homepage hat, wird man dort freudig von Zusatzleistungen wie „ästhetischen Korrekturen“, „Faltenbehandlungen“ oder der „Bioresonanztherapie“ erschlagen. Oder aber der Arzt präsentiert stolz seinen Eintrag in einer Personalenzyklopädie. Alles eher Indizien, die mich abschrecken und bei denen sich mir die Frage stellt, welchen Stellenwert ich als Patient beim Arzt habe.

So werde ich also beim nächsten Hautarztbesuch doch wieder die Katze im Sack kaufen. Vielleicht habe ich ja diesmal Glück.

Es ist vorbei

Ich habe heute die wahrscheinlich letzte Klausur meines Studiums geschrieben. Vielleicht die letzte Klausur meines Lebens. Hach, wie sentimental.