Archiv für die Kategorie 'Privates'

Dankeschön!

Michael M. aus Berlin kenne ich zwar gar nicht, ihm habe ich aber zu verdanken, dass ich heute völlig unerwartet Post von Amazon bekommen habe. Ein kleines Päckchen mit einem Geschenk lag morgens auf der Treppe:

Ich weiß zwar nicht, warum ich das verdient habe (obwohl ich eine Vermutung habe), aber ich habe mich jedenfalls sehr gefreut. Dankeschön!

Nachbarn

Preisfrage: Welche Nachbarn sind mir lieber?

  • Nachbarn A, die einfach ohne vorherige Nachfrage tagsüber und wissentlich im gesamten Haus das Wasser abstellen* und auf einen sachlichen Hinweis, dass man da doch bitte vorher bescheid sagen könne, patzig antworten: „Ich dachte, Sie wären nicht zu Hause.“ oder
  • Nachbarn B, die einfach ohne vorherige Nachfrage tagsüber im gesamten Haus das Wasser abstellen* und sich auf einen sachlichen Hinweis, dass man da doch bitte vorher bescheid sagen könne, mehrfach entschuldigen und erklären, dass ihnen die Hausverwaltung irrtümlich mitgeteilt habe, dass der entsprechende Wasserhahn nur ihre Wohnung betreffe.

* Es gibt nur einen Wasserhahn im Keller dieser Nachbarn für alle Wohnungen.

Hallo CineStar Dortmund,

während des Abspannguckens von euren Aufräummitarbeitern angemacht zu werden, weil man doch noch sitzen bleibt und den blöden Abspann guckt, und deren lautstarkes Geplapper anhören zu müssen, während diese im Bild stehen, erhöht nicht meine Bereitschaft, in Zukunft Filme im Kino zu sehen. Bei DVDs zu Hause muss ich mich immerhin nicht blöd beschimpfen lassen.

Meine Bereitschaft, den Müll mitzunehmen und in die dafür bereitgehaltenen Müllsäcke zu werfen, ist dann natürlich auch im Keller.

Schöne Grüße!

Dialoge am Abend

Ich so, das hier lesend: Boah, der Schäuble dreht auch immer mehr am Rad.
Sie so, trocken: Kein Wunder, sonst kommt der auch nicht vom Fleck.

Danke!

Es gibt Dinge, bei denen denkt man: Das gibt’s doch gar nicht.

IKEA zum Beispiel. Immer im August gibt es das neue Angebot von IKEA, welches dann ein Jahr lang gültig ist. Im Idealfall zumindest. Produkte, die nämlich auslaufen, werden anscheinend teilweise ab Februar nicht mehr produziert und dann einfach ausverkauft. Welche Produkte das sind, erfährt man natürlich nicht und so kann es vorkommen, dass man zu IKEA fährt, um eine TV-Bank zu kaufen, und dann dort erfährt, dass es die nicht gibt und die auch nicht mehr reinkommt.* Ja, solche Erlebnisse hatte ich schon öfter.

Das ist dann umso ärgerlicher, wenn diese Bank genau zu den Regalen im Wohnzimmer gepasst hätte und die einzige im gesamten IKEA-Angebot ist, die nicht total hässlich aussieht und von den Abmessungen her passt.

Man versucht, das Teil woanders zu beschaffen. Aber auch bei eBay findet man nur ein Exemplar. Gebraucht, für Selbstabholer in Hamburg. Ein bisschen weit weg. Also sucht man weiter und versucht schließlich sein Glück mit einer Suchanfrage im guten alten Usenet, in der Hoffnung, dass jemand die Bank gebraucht loswerden will.

Und dann passiert wieder so ein Ding, bei dem man sich denkt: Das gibt’s doch gar nicht.

Da meldet sich ein netter, aber mir völlig unbekannter Mensch aus Ulm, bei dem die Bank im örtlichen IKEA noch verfügbar ist. Er erklärt sich von sich aus dazu bereit, die Bank zu kaufen und mir zuzuschicken. Was er dann sogar macht, noch bevor ich die Überweisung für das Geld fertig habe.

Und jetzt bin ich erstmal baff und erstaunt, dass es Menschen gibt, die einfach nur bedingungslos nett und hilfsbereit sind, gegenüber komplett fremden Leuten. Und dann darauf vertrauen, dass eben diese Fremden die Hilfsbereitschaft nicht schamlos ausnutzen.

Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, genau diese TV-Bank noch zu bekommen und freue mich unter diesen Umständen natürlich jetzt um so mehr.

Danke!

* Ja, ich weiß, bei IKEA kann man im Netz nach der Verfügbarkeit gucken, aber die verrät einem auch nicht, warum und wie lange Artikel (nicht) verfügbar sind. Außerdem stimmt diese Anzeige nicht immer.

Kreativere Rechnungen mit den Stadtwerken

Seit dem 1.4.2007 haben wir unseren Stromanbieter gewechselt, da die lokalen Stadtwerke immer teurer wurden. Der Strom kommt seitdem von den Stadtwerken Düsseldorf. Und die mögen uns sogar so sehr, dass sie uns schon die erste „Jahresrechnung[sic]“ geschickt haben. Die erstreckt sich über den Zeitraum vom 1.4.2007 bis 17.4.2007. Also über genau 17 Tage.

Und ich frage mich jetzt, was sowas soll. Eine Erklärung wäre, dass man über einen kurzen Zeitraum den Verbrauch misst, um den Jahresverbrauch abzuschätzen, mit dem man wiederum den zu zahlenden Abschlag bestimmen kann.

Aber auch das kann nicht sein. Denn erstens kennen die Stadtwerke unseren alten Jahresverbrauch. Aus dem haben sie bereits Anfang April einen Abschlag berechnet. Und zweitens ist der Verbrauch in der „Jahresabrechnung“ nicht abgelesen sondern nur geschätzt. Zufälligerweise entspricht diese Schätzung genau dem alten Jahresverbrauch (auf 17 Tage umgerechnet).

Ich bin also nach wie vor ratlos. Aber wenn den Stadtwerken Düsseldorf das jetzt irgendwie weiterhilft, bitte.

Nachtrag: Gerade hat mich (als Reaktion auf eine Nachfrage meinerseits) ein sehr netter Mensch von den Stadtwerken Düsseldorf angerufen. Die Erklärung ist simpel. Für Bochum würden die Rechnungen immer gegen Mitte April erstellt, egal, wann der Vertrag beginne. Und da ich erst so kurz Kunde war, hätte man mir nicht mehr rechtzeitig eine Ablesekarte schicken können, weswegen man stattdessen eine Schätzung vornahm.

11 %

Ich gucke gerne Filme auf DVDs. Das Bild ist besser (als bei TV und VHS), der Ton sowieso. Ich kann die Dialoge in der viel authentischeren Originalfassung hören. Wann der Film anfängt und wann er unterbrochen wird, entscheide ich und auf Werbung (die im TV inzwischen sogar im laufenden Film eingeblendet wird) kann ich sowieso verzichten.

Da der Kauf von so vielen Filmen zu teuer wäre und ich für lokale Videotheken zu lauffaul und unzuverlässig wäre, so dass die Leihgebühren am Ende die Kauf-DVD doch attraktiver erscheinen ließen, habe ich ein DVD-Abo bei Amango. Das Prinzip von Amango (und auch weiteren Anbietern mit ähnlichen Konzepten) ist einfach. Gegen eine monatliche Gebühr bekomme ich einen Film aus einer Wunschliste zugeschickt. Den kann ich so lange behalten, wie ich will. Schicke ich ihn zurück, bekomme ich kurz darauf eine neue DVD.

Klappt auch wunderbar, nur das „kurz darauf“ ist irgendwie etwas problematisch in letzter Zeit. Einige DVDs brauchen verdächtig lange, bis sie offiziell bei Amango wieder angekommen sind. Bei manchen verschwinden die DVDs sogar scheinbar vollständig. In solchen Fällen erfahre ich dann (nach einer Beschwerde) von Amango, dass die DVD nicht bei ihnen eingetroffen sei und man einen Nachforschungsauftrag bei der Post stellen werde. Bis dann die nächste DVD verschickt wird, vergeht oft zusätzlich Zeit, so dass ich in einem solchen Fall 1,5 bis 2 Wochen keine neuen DVDs bekomme.

Komisch. Denn die Post behauptet, dass 95,6 % der Briefe, die ich hier vor der letzten Leerung einwerfe auch am nächsten Werkag beim Empfänger sind. Die Quote für zwei Tage liegt, wenn ich mich richtig erinnere bei irgendwas über 99,9 %, aber da finde ich gerade keine Zahlen. Verschollene Sendungen werden wohl nicht in die Rechnung eingehen, die Quote sollte aber deutlich besser sein.

Tatsächlich habe ich über die letzten 27 Leih-DVDs Buch geführt. Drei mal musste ich mich nach einer Woche* beschweren, dass keine neuen DVDs kommen. Das sind 11 %! Das finde ich etwas viel. Ich traue der Deutschen Post viel zu, aber für so unfähig halte ich sie dann auch nicht.

Die Annahme wäre also, dass man bei Amango mit dem Begriff Zuverlässigkeit etwas kreativer umgeht. Aber da ich sowas nicht beweisen kann, würde ich das natürlich auch nicht behaupten. Immerhin werde ich mir demnächst mal die Angebote der Konkurrenz anschauen. Bei entsprechender Zuverlässigkeit dürfen die dann auch gerne 11 % teurer als Amango sein.

* Erst dann nimmt man solche Beschwerden an, da Amango argumentiert, dass eine Sendung durchaus in Einzelfällen bis zu eine Woche unterwegs sei.

Arbeit sparen bei eBay

Nachdem ich gestern darauf aufmerksam wurde, dass jemand bei eBay eine Artikelbeschreibung und ein Artikelfoto von mir geklaut hatte, um damit seine eigene Auktion ohne eigene Arbeit einzustellen, hatte ich neben dem Verkäufer auch eBay kontaktiert. Ich erklärte beiden, dass ich an diesem Bild das Urheberrecht habe und forderte dazu auf, mein Foto aus der Artikelbeschreibung zu löschen.

Was kam von eBay als Antwort? Ein Textbaustein. Gut, das ist nicht ungewöhnlich. Viele Unternehmen, die am Service sparen, verschicken solche Textbausteine, um sich Kunden bzw. Beschwerden möglichst vom Hals zu halten. Aber meistens ist es doch so, dass der Textbaustein immerhin zum Inhalt der eigenen Mail passt. Nicht so bei eBay:

Guten Tag,

vielen Dank fuer Ihre Nachricht. Sie haben uns geschrieben, weil Sie
wissen moechten, ob fremde Bilder oder Beschreibungen in eBay-Angeboten
genutzt werden koennen.

Nö, hab ich nicht. Ich weiß, dass man das nicht darf. Ich bin der jenige, dessen Bilder jemand in seinen eBay-Angeboten genutzt hat und der will, dass das aufhört. Darauf folgen ein paar Hinweise. Absurderweise genau die Hinweise, die man sowieso zwangsweise auf der eBay-Seite angezeigt bekommt, wenn man sich dort über eine solchen Bilderklau beschweren will. Sagt mal, liebe Leute bei eBay, haltet ihr mich für doof?

Interessant ist auch, was die eBay-Hilfe zum Thema zu sagen hat:

Wenn Sie feststellen, dass ein anderes eBay-Mitglied Ihre selbst erstellten Bilder verwendet, empfehlen wir Ihnen, mit diesem Mitglied in Kontakt zu treten. Weisen Sie das Mitglied darauf hin, dass Ihre Bilder ohne Ihre Erlaubnis benutzt wurden. In den meisten Fällen sind die Mitglieder sofort bereit, das Angebot zu beenden oder das Bild zu entfernen, sofern Ihnen das möglich ist und die Beanstandung zu Recht erfolgt.

Ist das nicht der Fall, haben Sie die Möglichkeit, rechtlich gegen das Mitglied vorzugehen. […]

eBay […] muss sich aus der diesbezüglichen Auseinandersetzung heraushalten.

Ist erst mal gar nicht so falsch. Ich bin kein Jurist, glaube aber trotzdem, dass man es sich hier etwas zu einfach macht. Denn eine Urheberrechtsverletzung ist strafbar und rechtswidrig. Außerdem gibt es in Deutschland das Konzept der Störerhaftung. Das heißt anschaulich im Internet (in meiner Laieninterpretation): Jemand, der auf seinen Seiten eine Rechtswidrigkeit möglich macht (aber diese selber nicht begeht), haftet für diese Rechtswidrigkeit, sobald er davon in Kenntnis gesetzt wird. Das wurde auch schon in anders gelagerten Fällen bestätigt.

Und dass ich der Urheber am verwendeten Foto bin, kann ich leicht beweisen. Denn nur ich besitze das Bild in Originalauflösung samt aller EXIF-Daten auf meinem Computer. Hab ich eBay auch geschrieben.

Aber mal wieder schön zu sehen, wie sehr eBay versucht, sich aus allem raus zu halten. Die Provisionen und Gebühren streicht man gerne ein, aber für das, was auf der eigenen Plattform passiert, will man natürlich nicht verantwortlich sein. Und wenn überhaupt, dann verfolgt man die Interessen der Verkäufer. Die zahlen immerhin die Gebühren.

Der andere Verkäufer hat mir übrigens nicht geantwortet, dafür aber seine Auktion vor regulärem Ende abgebrochen.

Arbeit sparen mit eBay

Gerade hat man sein Handy bei eBay versteigert, da findet man plötzlich eine Auktion mit exakt gleichem Foto und identischer Artikelbeschreibung (diese ist nur in kleinen Details abweichend vom Original). So kann man sich das Einstellen von Artikeln natürlich besonders einfach machen.

Allerdings nimmt nun der Käufer an, ich sei ein Betrüger und würde den selben Artikel mehrfach versteigern. Diese Reaktion ist verständlich und führt dazu, dass ich jetzt neben der sowieso dreisten Verwendung meiner Arbeit ohne jede Form der Nachfrage gar nicht mehr amused bin.

Kleine Eigenwerbung

Ich habe meinen Notebook-Arbeitsspeicher erweitert und verkaufe daher meinen alten Speicher (2 x 512 MB) bei eBay. Falls noch jemand mein altes Handy haben will, dann kann er es auch dort finden.

Der Arbeitsspeicher bei eBay.

Das Handy bei eBay.