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So nicht, flickr!

Umfrage zum Mediengebrauch von Weblogs

Eine wissenschaftliche Umfrage, die sich mit Blogs und ihrer Bedeutung befasst:

In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Medienwissenschaft am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau soll im Rahmen einer Diplomarbeit der Mediengebrauch von Weblogs, seiner Relevanz als demokratisches Massenmedium und Citizen Journalism
empirisch untersucht werden.

Den Fragebogen gibt es unter:
http://www.unipark.de/uc/ik_tu_fb_ifmk/a396

Das Blog zur Umfrage gibt es hier. Mitmachen können übrigens auch Leute, die einfach nur Blogleser sind.

(via Jörg-Olaf Schäfers)

Was ich echt überhaupt nicht mehr abkann…

…sind diese unglaublich lächerlichen, blinkenden Lichttunnel, die in TV-Nachrichten immer dann gezeigt werden, sobald das Thema irgendwas mit Online oder Internet zu tun hat. Gibts da keine passenderen Bilder? Oder glaubt tatsächlich noch irgendjemand, das da in diesem Ding namens Internet, blaue Kugeln durch gelbe Tunnel fliegen und dabei hin und wieder einzelne elektronische Bauteile passieren?

EMI verkauft DRM-freie Musik

Man hat sowas ja förmlich kommen sehen. Das große Musiklabel EMI hat gestern zusammen mit Steve Jobs von Apple bekannt gegeben, dass man in Zukunft die eigene Musik online auch ohne Kopierschutz bzw. DRM anbieten werde.

Noch dazu werden diese Songs in besserer Qualität bereitgestellt. Einziger Wermutstropfen ist der Preis. DRM-freie Songs kosten nicht wie üblich 0,99 €, sondern schlagen mit 1,29 € pro Song zu Buche. Komplette Alben sollen aber weiterhin für pauschal 9,99 € erhältlich sein.

Bemerkenswert finde ich jedoch, dass man die Songs sogar ohne digitale Wasserzeichen anbieten will. Letztere erlauben eine Zuordnung der individuellen Datei zum Käufer. Sowas ist für die Plattenfirmen nützlich, wenn es darum geht, Nutzer zu identifizieren, die ihre Songs illegal online anbieten.

Das wäre das erste Mal seit Napster, dass Musikkäufer nicht mehr als potentielle Raubkopierer angesehen und durch möglichst viele Kopierschutzmaßnahmen im Musikgenuss eingeschränkt und gegängelt werden. Endlich könnte man sich wie ein ernstgenommener Kunde fühlen.

Als Musikkäufer könnte ich online Musik kaufen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich die Musik in 10 Jahren überhaupt noch abspielen kann. Ich könnte die Musik in beliebige Formate konvertieren, auf beliebig viele CDs brennen, auf beliebig viele Player laden. Und vor allem wäre die legale Privatkopie wieder möglich, so dass ich Freunden etwas von meiner Musik abgeben könnte, ohne mich damit strafbar zu machen.

Ich schreibe bewusst im Konjunktiv, da die anderen Labels noch folgen müssen. Ich hoffe, dass sich die Kehrtwende für EMI lohnt, damit die Musikindustrie nach Jahren endlich einsieht, dass Raubkopien niemals zu stoppen sein werden und die einzig erfolgreiche Strategie nur sein kann, ehrlichen Kunden ein möglichst attraktives und flexibles Angebot zu machen.

Vielleicht ist das der Anfang des Endes von DRM & Co. auch für Filme und andere Medien.

Nachgereichte Neuerungen

Ist jetzt schon etwas spät, aber besser spät als gar nicht. Es gab hier in den letzten Tagen ein paar kleine Änderungen.

Zum einen ist das Werbebanner oben rechts weg. Es war vom finanziellen her für mich das effektivste Werbebanner. Allerdings sah die eingeblendete Werbung meiner Meinung nach größtenteils billig bis unseriös aus. Und ich will nicht, dass meine Seite durch die Werbung verschandelt wird. Die Werbetexte rechts bleiben erstmal, obwohl ich auch damit so meine Probleme habe.

Weiterhin heißen die täglichen Links jetzt nur noch Links. Offensichtlich sorgte das „del.icio.us“ davor für etwas Unklarheit. Deshalb nutze ich dies auch gleich, um zu erklären, wozu die sind. del.icio.us ist ein sogenannter Social-Bookmark-Dienst. Dort kann ich Links zu Seiten speichern, die ich in irgendeiner Art und Weise für erwähnenswert halte. Das kann alles mögliche sein und muss nicht immer bedeuten, dass ich hinter den verlinkten Seiten stehe. Einmal täglich werden dann hier die Links vom vergangenen Tag veröffentlicht.

Und damit hätte ich dann auch schon die Überleitung zur letzten Neuerung. In diesem Blog kann man ab sofort die Kommentare zu einzelnen Artikeln per E-Mail abonnieren. Dazu befindet sich unter dem Kommentarfenster ein Knopf, mit dem man nach Abgabe eines eigenen Kommentars das Abo aktivieren kann. Ggf. kann man dort auch das Abo kündigen und seine Aboeinstellungen verwalten. Ist die Funktion aktiviert, bekommt man automatisch eine E-Mail bei neuen Kommentaren zu dem entsprechenden Beitrag. Das ist u.U. sinnvoll, wenn man über weitere Diskussionsbeiträge oder evtl. spätere Antworten von mir informiert bleiben möchte.

Was das jetzt mit den Links zu tun hat? Offensichtlich hat WordPress 2.1 (die Software hinter diesem Blog) noch einige Probleme mit Plugins. Wenn ich dieses Kommentar-Abo-Plugin aktiviere, funktioniert die Aktivierung eines anderen Plugins nicht mehr, dass eigentlich für die Formatierung der täglichen Links zuständig war. Letztere muss ich nun manuell vornehmen. Ich hoffe aber, dass das in kommenden Versionen von WordPress und den Plugins wieder funktioniert.

Did you know?

Karl Fisch arbeitet an der Arapahoe High School in Littleton (USA) als Director of Technology. Für ein Meeting mit den dortigen Lehrern hat er die Präsentation „Did you know?“ erarbeitet. Diese zeichnet eine provokante und erschütternde Vision der Wissensgesellschaft im bereits begonnenen Informationszeitalter. Die Präsentation in einer Bearbeitung von Scott McLeod:

Video bei YouTube direkt.

(via René)

TeleBid: Bietet mehr!

Es könnte Leute geben, die behaupten würden, dass es sich beim Online-Auktionsangebot TeleBid um Betrug handele oder dass da sonstwie unsaubere Machenschaften dahinter stecken könnten. Sowas ist natürlich verleumderischer Quatsch. Deswegen würde ich das auch nie im Leben behaupten.

Und genau aus dem Grund hat die Firma Sofina, die hinter TeleBid steht, den Blogger Tobias Battson abgemahnt und verklagt, weil er wohl was ganz Böses über TeleBid geschrieben haben muss. Glaube ich zumindest, denn der Artikel ist nicht mehr verfügbar.

Der Streitwert liegt bei bescheidenen und angemessenen 90.000 €. Herr Battson ist uneinsichtig und lässt sich auf ein Gerichtsverfahren ein.

(via wirres)

Nachtrag: Ich habe mir TeleBid selber einmal angesehen.

Unverkrüppelte Kaufmusik, at last?

Na endlich kapieren sie es. Nachdem sich bereits Steve Jobs von Apple gegen DRM, also Kopierschutzknebel bei Musik, ausgesprochen hat, will man nun auch beim Konkurrenten Musikload die Musik lieber in offenen Formaten verkaufen, die auf allen Abspielgeräten laufen kann.

Anscheinend hat man endlich eingesehen, dass sowas die Kunden nur gängelt, Abspielprobleme bereitet und Raubkopien auch nicht verhindert (eher im Gegenteil). Jetzt ist nur die Frage, wann endlich die großen Major-Label erkennen, dass sie sich mit DRM keinen Gefallen tun und vernünftige Kaufmusik im Netz ermöglichen.

StudiVZ: Jetzt wirklich mit Stasi

Der Rechtsanwalt Udo Vetter zieht gerade darüber her, dass man sich beim StudiVZ mittels neuer AGB das Recht herausnehmen will, seine Nutzer rechtswidrig zu bespitzeln und private Nachrichten zu lesen. Fernmeldegeheimnis? Was bedeutet das schon, wenn es darum geht, dass die wichtigen AGB eingehalten werden sollen?

Fantastisch. Das StudiVZ bleibt sich treu. Immer wenn man denkt, man habe gerade einen neuen Skandal, der alles bisherige in den Schatten stellt, kommt das StudiVZ kurz später mit etwas neuem, noch größerem und erschreckenderem. Müsste man mal eine Gesetzmäßigkeit raus machen.

Ach ja. Zu der Rechtmäßigkeit der Vertragsstrafen hat Herr Vetter auch noch weitere Anmerkungen. Bei StudiVZ meint man anscheinend, dass man da durch angeblichen Fettdruck irgendwas dran ändern könne, was Quatsch ist.

Nachtrag: Auch Jorg-Olaf Schäfers berichtet.

Mein Nerd Score

Hm…

I am nerdier than 86% of all people. Are you nerdier? Click here to find out!

Aber ich hab ihr zuerst in’s Gesicht geschaut!

(via Nerdcore, ohne s)