Handlich

Ab dem kommenden Semester gibt es an der TU Dortmund neue Semestertickets. Während die alten aus rosa Zettelchen in Kreditkartenformat bestanden, auf die einfach „Freie Fahrt in allen VRR-Verkehrsmitteln und H-Bahn“ gedruckt war, und damit sowas von fälschbar waren, ist das neue Ticket wesentlich fälschungssicherer.

Schon etwas zu übertrieben fälschungssicher. Das Ding ist total überladen mit Zahlen und Symbolen, Barcodes, doppelten Beschriftungen und winzig kleinen Details. Sogar der graue Rand gehört angeblich zu den Sicherheitsmerkmalen. Unsere Euro-Scheine sind nichts dagegen.

Ironischerweise bekommt jeder Student das Ticket als PDF-Datei. Zum selbst ausdrucken. Mit dem Hinweis, dass man die Größe nicht verändern dürfe. Das PDF-Dokument kommt noch dazu im Nicht-DIN-Format US-Letter. So viel dazu.

Am besten ist aber das wirklich handliche Format des ausgeschnittenen Tickets von 17,5 cm x 11,3 cm. Passt in jedes Portemonnaie, kann man schnell vorzeigen. Einfach praktisch.

Semesterticket (oben), Führerschein zum Vergleich (unten)

Wer denkt sich eigentlich einen derart praxisfremden Blödsinn aus?

4 Antworten zu “Handlich”


  1. 1 soho

    Das frag ich mich allerdings auch…
    Wenn es besonders unpraktisch ist, wird es wohl seltener benutzt oder öfter mal vergessen. Vielleicht hat ja jemand was davon.
    Fühl mich wie immer (öfter) von Idioten umgeben…

  2. 2 Bastian Klaus, Ticketreferent

    Hallo Soho, hallo Flokrus,

    die Größe des Tickets ist auch aus der Sicht des AStA unhandlich und bedauernswert. Leider ist das Design und die Größe von Pauschalpreistickets im Ticket2Print Vertrieb in NRW seit 4 Jahren unter 9 Verkehrsverbünden abgestimmt. Die Herrschaften einigten sich auf dieses Format. Unser vorschlag ein kleineres format zu nehmen wurde abgelehnt, weil dann alle Busfahrer und Kontrolleure in NRW sich ein neues T2P-Format aneignen müssten und dies hätte zu “Verwirrungen” geführt. Die Idiotie ist daher nicht beim AStA zu suchen. Ihr könnt das Ticket am besten knicken, einmal horizontal und einmal vertikal. entsprechende zu dieser knickweise passende aufklappbare tickethüllen im checkkartenformat stellt euch der asta ab mai zur Verfügung.

  3. 3 flokru

    Dass sich der Asta das Format nicht ausgedacht hat, war mir klar. Die Kritik richtet sich auch eher gegen die Urheber und die in meinen Augen übertriebenen Sicherheitsmerkmale.

    Ich frage mich trotzdem, wie man darauf kommt, dieses Format zu wählen. Das war ja auch vor vier Jahren nicht praktischer und sinnvoller. Da sind selbst unhandliche Schwerbehindertenausweise kleiner.

  4. 4 flokru

    Nachtrag: Und dass man das Ticket knicken kann, ist zwar ein Trost, aber auch nicht das Gelbe vom Ei. Bei jeder Kontrolle und jeder Busfahrt muss man dann rum kramen, das Ticket aus der Hülle holen, auseinander falten, wieder einpacken. Dazu kommt dann die Abnutzung des Papiers.

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