Gutartige Bakterien wurden am dritten Tag erschaffen, Krankheitserreger nach dem Sündenfall.
Ich würde gerne über so etwas lachen. Laut und heftig. Kann ich aber leider nicht, weil ich sehen muss, dass Menschen, die so argumentieren, immer mehr Anhänger finden und im zur Zeit mächtigsten Land dieser Welt mehr und mehr als Wissenschaftler akzeptiert werden.
Nun fragen Kreationisten oft danach, warum die Wissenschaft der Evolutionstheorie besser sei als ihre Vorstellung. Die Antwort ist einfach: Weil sie scheitert.
Fakt ist, die Evolutionstheorie kann zwar untermauert werden und es können viele stichhaltige Hinweise auf ihre Korrektheit gefunden werden. Ihre endgültige Korrektheit kann jedoch niemand beweisen. Noch schlimmer sieht es in dem Bereich aus, mit dem ich täglich zu tun habe. In der Physik der kleinsten Teilchen existieren nur noch abstrakte Modelle, die versuchen, experimentelle Beobachtungen zu erklären. Das Standardmodell der Teilchenphysik ist fehlerhaft, auch das ist Fakt. Was danach kommt, weiß noch keiner genau.
Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem Konzept, das fehlbar ist und in Frage gestellt werden kann und möchte, das Scheitern und die daraus folgende Weiterentwicklung fördert, und einer Anschauung, die dogmatisch die Infragestellung verbietet, die ihre Lehren auf ein Buch stützt, welches von fehlbaren Menschen geschrieben und mehrfach (falsch) übersetzt wurde, was sollte ich dann wie jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch nach der Zeit der Aufklärung wählen?
Eben.
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