Time-Machine-Backups auf Netzwerkfreigaben unter Leopard

(Note to English speaking readers: Also available in English.)

Vielleicht hilft das hier ja Jemandem. Immerhin hat es mich heute den halben Nachmittag gekostet. Worum es geht: Mac OS X hat in seiner neuesten Version Leopard (Mac OS X 10.5.2 während ich dies schreibe) eine automatische Datensicherungslösung eingebaut, genannt Time Machine.

Diese erstellt äußerst praktisch automatische Backups, kümmert sich um alles und bietet sogar ein sehr stylisches Interface, um alte Daten zu finden und wieder herzustellen.

Leider ist Time Machine mit ein paar Einschränkungen verbunden. Bisher funktioniert sie ohne Weiteres lediglich auf externen Festplatten, die man direkt an den Mac anschließt. Ein Produkt für Netzwerk-Backups hat Apple angekündigt, wünschenswert wären aber auch Backups auf bestehende Laufwerke im Heimnetzwerk.

Bei macnews findet sich eine Anleitung, wie man immerhin Time Machine dazu überreden kann, Netzwerkfreigaben als Laufwerk zu akzeptieren. Dazu reicht die Eingabe von (alles in einer Zeile)

defaults write com.apple.systempreferences
                   TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

im Terminal. Das führt aber nur dazu, dass Time Machine zwar eine Netzwerkfreigabe akzeptiert, dann aber (zumindest bei mir) beim Erstellen des ersten Backups scheitert:

Fehler bei Time Machine - Das Image des Backups konnte nicht erstellt werden.

Ziemlich unbefriedigend also. Es müssen weitere Lösungen her. Keinesfalls sollte man den Vorschlag berherzigen, der bei macnews in den Kommentaren geäußert wurde, wo es heißt, dass Time Machine einfach ein selbst erstelltes Disk Image auf dem Netzlaufwerk akzeptiere. Nach stundenlangem Image-Erstellen ließ sich Time Machine nicht überzeugen, dieses zu verwenden.

Stattdessen hilft es, sich den gescheitereten Backup-Versuch mal genauer anzusehen. Dabei fällt auf, dass Time Machine auf der Freigabe versucht, ein Bundle-Image zu erstellen. Warum das scheitert, bleibt ein Geheimnis von Time Machine.

In Apples Supportforen findet man weitere Lösungshinweise. Dort wird vorgeschlagen, dass Bundle-Image während der Erstellung zu kopieren und nach dem Scheitern zurück zu kopieren. Hat bei mir nicht funktioniert.

Es geht aber sowieso viel einfacher. Während des Backupversuchs erstellt Time Machine auf der Freigabe das Bundle-Image. Dieses heißt dann <rechnername>_<zeichenkette>.sparsebundle (Nachtrag: zeichenkette ist die MAC-Adresse des lokalen en0-Devices ohne Doppelpunkte). Diesen Namen sollte man sich merken (z. B. per Copy & Paste oder durch Nachschauen in der Konsole).

Anschließend erstellt man mit dem Festplatten-Dienstprogramm einfach auf dem lokalen Rechner ein “Mitwachsendes Bundle-Image” in der gewünschten Maximalgröße (s. Nachtrag 3) des Time-Machine-Backups (keine Angst, das Image wird erst durch Benutzung groß). Weitere Parameter: Format - Mac OS Extended (Journaled); Partitionen - Keine Partitionstabelle.

Danach benennt man dieses Image (falls nicht schon bei der Erstellung geschehen) genau so wie vorher Time Machine sein Bundle-Image genannt hat. Das Image kopiert man dann noch auf die Freigabe und startet manuell ein Backup über die Menüleiste.

Voilà. Anschließend sollte Time Machine beginnen, das langwierige erste Backup zu erstellen. Weitere Details folgen, sobald ich diese Lösung ausgiebiger getestet habe.

Nachtrag: Nach einigem Herumprobieren bin ich positiv überrascht. Nach dem ersten erfolgreichen Backup versucht Time Machine stündlich neue Backups anzulegen. Und dabei verhält es sich sehr vorbildlich. Ist der Netzwerkrechner, auf dem das Backup-Image liegt, nicht erreichbar (z. B. abgeschaltet) wird das Backup einfach nicht durchgeführt und der Benutzer mit Fehlermeldungen verschont. Trotzdem versucht Time Machine weiterhin stündlich auf diesen zuzugreifen. Ist der Rechner dann wieder online, werden neue Backups erstellt. Dabei wird die benötigte Netzwerkfreigabe und das darauf liegende Image automatisch gemountet.

Will man auf die Time Machine zugreifen, um Dateien wiederherzustellen, so funktioniert auch hier das automatische Mounten des Images. Anfangs war jedoch der Spotlight-Index für das Image kaputt. Warum das passierte, kann ich mir nicht erklären. Einen Artikel zur Reparatur dieses Index habe ich bereit gestellt.

Auf dem Rechner im Netz, der die Freigabe für das Image zur Verfügung stellt, habe ich extra einen Backup-Nutzer angelegt, in dessen Benutzerverzeichnis das Image liegt. Erfreulicherweise kommt Time Machine damit klar, wenn ein Benutzer sich für andere Freigaben mit seinen eigenen Benutzerdaten am Netzwerkrechner anmeldet.

Kommen wir zu den Nachteilen. Sobald ein Backup erstellt wird oder aber Time Machine aufgerufen wird, wird das Image zwar gemountet, danach aber nicht immer wieder vom System getrennt. Folglich haben Benutzer auf dem Mac das Image dann auf dem Desktop liegen. Auch die Verbindung zur eigentlichen Netzwerkfreigabe (auf der ja das Backup-Image als Datei/Ordner liegt) bleibt hergestellt. Diese ist aber nur durch Eingabe von mount im Terminal sichtbar.

Beides ist prizipiell nicht schlimm, solange die Freigabe ständig verfügbar ist. Das ist aber nicht unbedingt der Fall. Will man das Image und die Freigabe sauber vom System trennen, muss man zunächst das Image auswerfen. Das klappt aber nur manchmal ohne Weiteres. Teilweise verlangt das System die Eingabe eines Administratorpassworts, wann genau konnte ich nicht feststellen. Die Netzwerkfreigabe lässt sich nur über umount trennen. Kritisch wird es vermutlich, wenn der Freigaberechner heruntergefahren wird, während eine Verbindung besteht oder gerade gar ein Backup erstellt wird.

Und natürlich ist auch die Geschwindigkeit ein großer Nachteil. Wenn (wie hier) der Mac ein Notebook ist, vorrangig mit altem 802.11g-WLAN unterwegs ist und die Freigabe noch dazu über einen Windowsrechner per SMB verbunden ist, darf man sicher nicht zu viel erwarten.

Nachtrag 2: Ich habe Time Machine noch einmal ordentlich gequält. Dabei verhält es sich weiterhin erstaunlich robust. Es kommt vergleichsweise gut damit klar, wenn während des Backups der Freigabenhost vom Netz getrennt wird. Das Backup versagt dann natürlich, wird aber beim nächsten Mal einfach nachgeholt.

Auch kommt Time Machine bzw. Mac OS damit klar, wenn auf der Freigabe weniger Platz frei ist als im Bundle-Image theoretisch frei wäre. Hier orientiert sich Mac OS an der Freigabe, so dass das Image dann entsprechend eher voll erscheint.

Anschließend habe ich dann noch das Image von der Windowsfreigabe auf die externe Festplatte am anderen MacBook kopiert (das hatte einfach parktische Gründe; der Windowsrechner ist fast nie gleichzitig mit dem MacBook in Betrieb, so dass man ihn extra für Backups anschalten müsste; das andere MacBook ist jedoch wesentlich häufiger eingeschaltet). Time Machine verkraftet diesen Wechsel problemlos.

Allerdings habe ich dabei eine interessante Feststellung gemacht. Ließ ich Time Machine vorher ein komplett neues Backup auf der Freigabe des anderen MacBooks (die per AFP und nicht per SMB eingebunden ist) erstellen, klappte das Imageerstellen hier problemlos. Nun habe ich die Vermutung, dass im SMB-Subsystem von Leopard einfach etwas kaputt ist.

Darauf deutet auch hin, dass es mir nicht gelang, auf einer SMB-Freigabe ein Image von Hand zu erstellen. Ein Versuch per hdiutil liefert nur:

DIHLDiskImageCreate() returned 45
hdiutil: create: returning 45
hdiutil: create failed - Der Vorgang wird nicht unterstützt

Wahrscheinlich der gleiche Fehler, der auch Time Machine aus dem Konzept bringt. Wenn dem so ist, bleibt zu hoffen, dass dieser Fehler in kommenden Versionen von Mac OS X behoben werden könnte.

Nachtrag 3: Was es beim freien Speicher auf der Freigabe und der Maximalgröße des Images zu beachten gilt.

56 Antworten zu “Time-Machine-Backups auf Netzwerkfreigaben unter Leopard”


  1. 1 soCram

    Danke!

  2. 2 flokru

    Bitte. Hat es denn funktioniert?

  3. 3 Andreas

    Danke für die Hinweise mit der Image-Erstellung.
    Hat wunderbar bei mir funktioniert!

  4. 4 Guido

    Von mir auch VIELEN DANK!

    Da ich auf dem MacBook nur noch 30 GB frei hatte, habe ich die Festplatte von der AirportExtreme direkt an das Laptop angeschlossen und dann wie beschrieben das Image (bei mir mit 200 GB) erstellt. Anschließend die Festplatte wieder an die AE und: “boom, it works” ;-) Einen schönen Nebeneffekt hat die Netzwerk-Lösung:
    Durch Festlegen der maximalen Größe des “Sparsebundle-Images” im Festplatten-Dienstprogramm bei Erstellung wird nicht der gesamte Fetsplattenplatz in Anspruch genommen.
    Im Gegensatz dazu, wenn ich eine Festplate direkt über USB oder FireWire an den Mac anschließe. Dann nimmt TimeMachine soviel Platz, wie da ist…

  5. 5 flokru

    Ja, eine einstellbare Maximalgröße für Backups bei Time Machine wäre in der Tat wünschenswert. Meine USB-Platte habe ich für Leopard extra umpartitioniert, um mir auch freien Platz für weitere Daten zu sichern.

  6. 6 René

    Hallo, vielen Dank für den super Artikel. Funktioniert ausgezeichnet Deine Lösung!

  7. 7 Takeo

    Hi,

    René hat Deinen Beitrag bei MacBug.de als Kommentar hinterlassen - dürfte ordentlich Traffic bringen.

    Grüße,

    Takeo / http://www.macbug.de

  8. 8 icon

    hat bis zum zweiten versuch funktioniert, dann war das image temporär nicht verfügbar….

  9. 9 flokru

    @Takeo: Also bisher hält sich der Traffic in Grenzen. Ist so bei 1,2- bis 2-fachem des üblichen Traffics (je nach Zeit schwankt das).

    @icon: Seltsam. Ich kann leider hier noch keine Langzeitdaten liefern, da das entsprechende MacBook vom 18.2. bis heute wegen einer anderen Geschichte in Reparatur war. Aber auch nach dem Einschalten im heimischen Netz klappte das Backup wieder ganz von alleine.

    Hast du mal versucht, die gesamte Prozedur von vorne zu machen (ich weiß, ist zeitaufwändig)?

  10. 10 Guido

    Bei mir läuft es jetzt problemlos seit dem 21.02.
    Ich habe nur noch ein geringes Problem:
    Wenn ich das MacBook neu hochgefahren habe, fängt er nicht von allein an mit dem Time-Machine-Backup oder aber er braucht länger als meine Geduld reicht (max. 10 min habe ich bisher gewartet). Er zeigt dann in den Systemeinstellungen an, dass er auf den “Mac wartet” oder ähnlich, während ja im normalen Time-Machine-Betrieb der nächste Backup-Termin angezeigt wird.
    Ich muss dann einmal im Menü anklicken, dass er ein Backup erstellen soll (also manuell “anregen”) und ab diesem Zeitpunkt läuft es problemlos jede Stunde.

  11. 11 naseweis

    @icon: sowas ist mir passiert, wenn ich mein macbook versehentlich vom netzwerk getrennt habe (zuklappen und arbeiten gehen!) ohne das backup volume unzumounten.
    da hilft evtl neu mounten, wenns dicke kommt, im festplatten dienstprog volume reparieren oder, wenns ganz, ganz dick kommt, disk warrior!

  12. 12 Guido

    Ich muss mich doch noch korrigieren. Habe vor etwa einer Stunde das MacBook eingeschaltet und vor etwa 15 min fing TimeMachine von ganz alleine an loszulegen.. Ich hatte einfach mehr Geduld diesmal, bzw. hatte Time-Machine ganz vergessen… Es fiel mir nur auf, weil im Menü die Time-Machine-Uhr rückwärts drehte und ein Image auf dem Desktop gemountet wurde.
    Nachdem das Backup erledigt war, wurde das Image auch wieder “unmounted”.

    Also bisher alles i.O.

  13. 13 bugpit

    Super hilfreicher Artikel!
    Vielen Dank!

  14. 14 icon

    danke für antworten, ich habs jetzt aber gelassen, das mbp wird gar nicht gesichert und die externe platte kommt an den power mac als time-machine-device.

    demnächst gibts dann ne zweite externe für den airport, dann aber nur als file-server ohne time-machine.

    vielleicht wirds ja mal direkt von apple unterstützt

  15. 15 flokru

    Beutzen eigentlich alle hier Betroffenen SMB für die Time-Machine-Freigabe? Ich habe das Image jetzt inzwischen auf ein AFP-Share verschoben und dort vorher auch probeweise einmal ein neues Backup gestartet. Hier klappte das automatische Erstellen des Images völlig problemlos (s. auch zweiter Nachtrag oben).

  16. 16 Micha

    Herrlich, danke, danke, danke!

    Ich nutze den NAS-Server TS-109 Pro von QNAP und freu mich riesig, daß nun auch Time Machine darauf zugreifen kann. Time Machine hat bei mir ebenfalls bei der erstmaligen Erstellung des Images irgendwann abgebrochen und das ständig. Dein Artikel ist goldwert.

    Zu Deiner Frage … m.E. verbinde ich mich über afp mit meinem Netzlaufwerk. Zur Zeit läuft des Erst-Backup und daher kann ich zur langfristigen Nutzung noch nichts sagen.

  17. 17 OpaJoe

    Flokrus vielen Dank für deine großartige Anleitung,
    ich habe solange darauf gewartet endlich Time Machine mit meinem Synology-NAS zu betreiben.
    Ich konnte Time Machine mithilfe der Anleitung auch zum Laufen bewegen und habe über WLAN auf dem afp-Share die Backups durchführen lassen. Auf einmal gibt es allerdings Probleme beim Backup erstellen, selbst wenn ich das share manuell gemountet habe. Es wird als Fehlermeldung ausgegeben dass “Das Image des Backup-Volumes nicht aktiviert werden konnte”. Das ist mir total rätselhaft, da ich kurz zuvor noch auf das Image per Time Machine zugegriffen habe und das stündliche Backup angelegt wurde. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir einen Tip geben, dass ganze wieder zum Laufen zu bringen? Vielen Dank im Voraus

  18. 18 OpaJoe

    Habe eine Lösung für mein Problem gefunden. Time Machine hatte wahrscheinlich irgendwelche Probleme beim Mounten des Images. Ein Neustart hat das Problem gelöst und nun kann Time Machine nach dem manuellen Mounten wieder auf das Image zugreifen und macht fleißig seine Backups! Einfach genial!!!

  19. 19 Beathoven

    Hi flokru,

    danke für die super Anleitung. Diese hat bei mir prima funktioniert und das Backup läuft schon - allerdings besitzt die Fritzbox 7170 nur einen USB 1.1 Anschluss (12MBit/s). Da rödelt der für 60GB mind. 2 Tage und das macht nicht so wirklich spass…

    Merci,
    Beathoven

  20. 20 mbP

    Danke für den tollen Artikel.

    Ich werde heute Nachmittag mein funkelnigelnagelneues MacBook Pro 2.5 abholen und danach versuchen die Time Machine mit der Synology Diskstation 207 zu verbinden.

    Ich melde mich, wie’s ausgegangen ist.

    Bye
    mbP

  21. 21 knollibolli

    Hi, klappt soweit, vielen Dank!

    Mein System: Leo 10.5.2, iMac Intel CoreDuo 24″ 750GB, Buffalo TeraStation über LAN angeschlossen. Erster Backup läuft gut und schnell.

  22. 22 bloodhound

    hallo,
    auch bei mir hat es das erste mail hervorragend funktioniert.
    1.) hab mein nas per ethernet ans macbook gehängt und er hat in ca. 10h die 80GB gesichert.

    2.)hab daraufhin das nas wieder an den wlan router angeschlossen. time machine hat weiterhin brav seine backups auf die smb freigabe gemacht sogar mit automatischem mounten bzw. schließen der freigabe

    habe jetzt aber das gleiche problem wie Opa Joe beschrieben hat. will ich jetzt sichern (auch wenn ich das smb share manuell verbunden hab) kommt die meldung “DAS BACKUP VOLUME WURDE NICHT GEFUNDEN”. obwohl man im finder direkt darauf zugreifen kann.

    any ideas?

    danke, lg

  23. 23 danzel

    es geht viel einfacher Time Machine anwerfen, Sparsebundle wird erstellt. jetzt Datei und Ordner wegkopieren. Time Machine bricht mit Fehlermeldung ab und löscht wieder alles. Eigene Kopie zurückkopieren. dann läufts

  24. 24 bloodhound

    @danzel
    was meinst du mit dateien und ordner wegkopieren?
    habe mein sparsebundle in einen temporären ordner verschoben und umbenannt. im time machine ein manuelles backup gestartet mit ziel smb share. GANZ EGAL auf welchen smb share ich nun sichern will, nach einer kurzen vorbereitungszeit kommt nun immer die fehlermeldung:

    DAS BACKUP VOLUME WURDE NICHT GEFUNDEN

    bitte um hilfe…

  25. 25 flokru

    @bloodhound: Ich kann dir leider nicht wirklich weiter helfen. So ein Problem hatte ich selber nie. Und warum Time Machine meint, das Volume nicht finden zu können, kann ich dir auch nicht sagen.

    Vielleicht könnte es helfen, in Time Machine die Netzwerkfreigabe noch einmal neu auszuwählen (evtl. vorher ein anderes Medium auswählen). Vielleicht ist da in der Zuordnung der Freigabe irgendwas vermasselt worden.

    @danzel: Selbiger Trick wird auch in den im Artikel verlinkten Apple-Support-Thread beschrieben. Allerdings kann ich für mich nicht bestätigen, dass er funktioniert. Auch im Forum berichten viele Leute, dass es bei ihnen nicht geklappt hätte.

    Meine Vermutung ist die, dass es auf den genauen Zeitpunkt ankommt, wann man das Image von Time Machine wegkopiert. Passiert dies im richtigen Moment, kopiert man ein funktionierendes Image und es klappt. Verpasst man den Moment, hat man ein halbfertiges Image und Time Machine scheitert weiterhin.

    Allerdings finde ich den Trick sogar sehr gefährlich. Ob das Backup damit klappt, wird zum Glücksspiel. Und selbst wenn das Image danach in Ordnung zu sein scheint, kann man nicht sicher sagen, ob es wirklich komplett und ordentlich erstellt wurde. Kurz gesagt: Ein Image während der Erstellung (die anscheinend sowieso nicht glatt läuft) zu kopieren und dann weiter zu verwenden, halte ich für grob fahrlässig. Erst recht wenn das Image für Backups verwendet werden soll, wo Zuverlässigkeit das A und O ist.

  26. 26 bloodhound

    hallo, hab es nun geschafft. vielen dank für die hilfe. weiss nicht genau wo die lösung lag, hab time machine auf einen anderen smb share sichern lasse, dann wieder den share gewechselt, dann hat es geklappt.

    danke nochmals,

    lg markus

  27. 27 Manny

    Du bist mein Held!!! Danke für die tolle und vor allem einfache Erklärung. Viele Grüße aus Düsseldorf

  28. 28 Ray007

    Saudumme Frage und ich habe auch ganz rote Ohren :=)

    Zitat:

    “Danach benennt man dieses Image (falls nicht schon bei der Erstellung geschehen) genau so wie vorher Time Machine sein Bundle-Image genannt hat. Das Image kopiert man dann noch auf die Freigabe und startet manuell ein Backup über die Menüleiste.”

    ….was heisst “..kopiert man noch auf die Freigabe”?

    Will das ganze gerade auf meinen neuen NAS server (Netgear Duo) einrichten

    Ray

  29. 29 Dave

    Danke fuer die echt guten Tipps. Time Machine ist gerade dabei, mein erstes Backup zu erstellen.
    Ich habe uebrigens versucht, mit dem Festplattendienstprogramm direkt ein Image auf dem SMB-Laufwerk zu erstellen. Diese Image-Erstellung ist mit ziemlich den gleichen Symptomen abgestuerzt wie TM bei den frueheren Versuchen (d.h. bei der Formatierung). Meine Vermutung ist, dass die Probleme entsprechend gar nicht bei TM zu suchen sind, sondern beim Formatierungscode für Sparse-Bundles im Apple-OS. Dieser kommt mit Netzwerkfreigaben nicht klar.

  30. 30 Dave

    Obwohl es so aussah, als ob alles funktioniere, gab es dann doch Probleme. Irgendwann zu einem nicht definierbaren Zeitpunkt brach Time Machine die Erstellung des Backups ab. Der Zeitpunkt war bei jedem Versuch ein anderer. Meist passierte es schon nach 2 bis 4 GB gesicherten Daten, einmal kam er sogar bis 20 GB, wobei auch das noch nicht half meine 60 GB Daten zu sichern. Die Lösung, die ich gefunden habe, und die bis jetzt funktioniert, ist die Verwendung eines DMG statt eines Sparebundle-Images. Offensichtlich ist die Nutzung von Sparebundles auf Netzlaufwerken nicht stabil. Bei der Namensgebung muss darauf geachtet werden, dass das erstellte DMG den gleichen Namen wie das Sparebundle (natuerlich .dmg statt .sparebundle) hat und schon funktioniert es.

    Vorteile des DMG:

    * man kann die Groesse des Images bestimmen und sollte auch keine Probleme mit dem im anderen Artikel beschriebenen Bug bekommen
    * man kann das DMG sofort auf dem Zielshare erstellen, ohne es wild umkopieren zu muessen

    Nachteile:
    * die Erstellung des DMG dauert lange, da der Inhalt wirklich ueber das Netz kopiert wird
    * außerdem nimmt es von Anfang an seine maximale Groesse an

  31. 31 bloodhound

    hallo, nach einem monat freudigem backup ist jetzt auch bei mir time machine nicht mehr lauffähig.

    beim erstellen des backups kommt gleich wie bei dave irgendwann beim ersten dritten die fehlermeldung dass die daten nicht kopiert werden können…

    habe aber schon ein monat (160GB) an backup auf meinem laufwerk herumliegen und möchte nicht wieder auf ein dmg ausweichen. any ideas?

    hab auch schon versucht das älteste backup zu löschen ohne erfolg…

  32. 32 Rollo Martins

    Das funktioniert so nicht, sorry. TimeMachine hat nun schon mehrfach protestiert, es könne das Backupfile nicht öffnen. Liegt wohl daran, dass ich während des Backups in den Standby gegangen bin oder so (sorry, dass muss möglich sein), oder dass meine Netzverbindung langsam ist (WLAN).

    Erstaunlich ist nur, dass Apples eigene Lösung funktioniert, während man Leopard im Vergleich zur Vorversion vernagelt hat, damit es mit Konkurrenzprodukten nicht mehr geht. Aber ist halt typisch Apple. Sorry, diese Firmenpolitik kotzt mich an.

  33. 33 coolio

    OK, für alle, die auch das ““DAS BACKUP VOLUME WURDE NICHT GEFUNDEN””-Problem haben:
    Bei mir lag es daran, dass auf dem Samba-Share eine Cookie-Datei (”.001xxxxxxxxx”) angelegt war, die TM offenbar nicht passte (im Log erkennbar als “falsches Share, Cookie nicht identisch”), die er aber auch nicht löschen konnte (sie lies sich bei mir vom Mac aus überhaput nicht löschen, trotz Berechtigung, komisch). Nachdem die weg war, wurde das Share/Volume korrekt erkannt.

  34. 34 mes

    Nach dem letzten OS X Update klappt es nicht mehr richtig, auf einem Server zu sichern, TM bricht irgend wann ab. Ich hatte vorher alles mit “Sicherung” von http://myownapp.com/site/free/free.html gesichert und werde erst einmal dabei bleiben.

  35. 35 Sven

    Habe alles so gemacht wie von Euch beschrieben und getestet. Aber mal noch eine ganz andere Frage. Ich setzte eine Terastation für das Backup ein. Der Speicher hängt per LAN an einem Exchange Server, ist als NTFS formatiert (da auch andere Windows Rechner drauf schreiben müssen) und mein Mac sichert in die Image Datei. Wenn man ein mitwachsendes Image auswählt schreibt er doch bei jedem Vorgang teile auf verschiedene Positionen der Festplatte. Defragmentierung! Ist dies nicht mit der Zeit ein großes Geschwindigkeitsproblem? Mir wäre es also lieber gewesen eine Feste Image Datei zu erstellen und diese dann auf das Netzlaufwerk zu schieben. Problem hier… Er bricht bei der Erstellung des Images direkt auf die Terastation mit einem Timeout ab. Da ich aber 1T als Image brauche und mir der Speicherplatz auf dem MAC fehlt ist die ganze Sache etwas kompliziert ;-) Vielleicht kann mir jemand von Euch helfen

  36. 36 Sprickmann

    Mensch, eigentlich eine Super Sache, siehe auch die entsprechenden Beschreibungen unter http://www.readynas.com/?p=253 sowie http://www.synology.com/enu/forum/viewtopic.php?f=64&t=5327&st=0&sk=t&sd=a&start=15

    Leider funktioniert TM bei mir (auf eine Synology CS407e) seit dem letzten OSX-Update (auf 10.5.3) nicht mehr und ich kriegs einfach nicht mehr ans Laufen.

    Hat da irgendjemand schon eine Lösung? Würde mich sehr freuen … denn alles andere ist bei weitem weniger elegant.
    Danke!

  37. 37 UweM

    SUPER Anleitung
    hat zwar bissel gedauert bis ich den richtigen Image-Typ erwischt habe aber seit dem geht es SUPER. In Kombination mit TimeMachineScheduler2.2 lässt sich ja auch der Intervall schön einstellen.

    DANKE!!!

  38. 38 UweM

    Ach so - übrigends “natürlich” über WLAN - wie auch sonst ;-) Für alle nicht aufgeben weitermachen!!!

  39. 39 Roman

    Hallo flokru,

    ich bin leider das erste Negativbeispiel: Bei mir führt Deine Anleitung nicht zum gewünschten Ergebnis, und das trotz x-maligen Überprüfens, dass ich alle Schritte auch wirklich richtig ausgeführt habe.

    Die Eckdaten meines Systems:
    Ich nutze OSX 10.5.4, will mit Timemachine auf eine Lacie NAS-Platte backuppen. Die Platte nutzt SAMBA, ist über einen Switch mit meinem Mac verbunden. Der Datenaustausch läuft ansonsten problemlos. Wie ein anderer Kommentarschreiber habe auch ich, um mögliche Probleme mit Zugriffsrechten zu umgehen, einen Nutzer auf der Platte angelegt, der denselben Benutzernamen und dasselbe Passwort hat wie mein Mac-Benutzer.

    Hast Du eine Idee, wo ich mit der Fehlersuche ansetzten könnte?

  40. 40 versus

    gute Anleitung, leider wird bei mir das Image gar nicht erst erzeugt, ich kann also weder zeichenkette noch rechnername ablesen, gibt es eine möglichkeit da noch auf anderem weg hinzugelangen?

  41. 41 Rolf

    Hi!
    Danke für die Informationen! Das hat mir sehr geholfen!
    Hier habe ich ähnliches beschrieben, insbesondere wie es mit bestehenden Backups geht. Vielleicht finden auch Fehlersuchende noch weitere Informationen… http://rolf.haynberg.de/?p=83

    Grüße

  42. 42 MacLeo

    Hallo,
    erstmal VIELEN DANK für die nützliche Anleitung. Ich habe noch eine kleine Anmerkung zu machen..bei mir hat das Festplatten-Dienstprogram immer mit der Meldung abgebrochen:

    “MacLeos Computer_004f4be3d53.sparsebundle” konnte nicht erstellt werden. (Der Vorgang wird nicht unterstützt)

    Nach ewigem rumprobieren aber dann habe ich die geniale Idee gehabt das Image erstmal auf der lokalen Festplatte abzuspeichern und dann auf das Netzwerkvolumen zu kopieren…und vóila das hat funktioniert und ich warte jetzt darauf das TimeMachine mit seiner ersten Sicherung fertig wird…TOLL!

  43. 43 flokru

    Ich geb’ mal (sofern möglich) ein paar teilweise verspätete Antworten.

    @Ray007: “…kopiert man dann noch auf die Freigabe” heißt, dass das auf dem lokalen Rechner erstellte Image noch auf die Netzwerkfreigabe (also das Netzlaufwerk) kopiert werden muss.

    @Roman: Was genau funktioniert denn nicht?

    @versus: Deinen Rechnername kannst du unter Systemeinstellungen -> Sharing erfahren. Die Zeichenkette ist die MAC-Adresse deines Ethernet-Adapters. Einfach im Terminal “ifconfig en0 | grep ether” eingeben und die Zahlenfolge von ihren Doppelpunkten befreien (und das “ether” und Leerzeichen entfernen).

    @MacLeo: Dass das Image auf dem lokalen Rechner erstellt werden soll, sollte eigentlich aus dem obigen Text hervorgehen.

    Ansonsten kann ich sagen, dass wir Time Machine ab sofort nicht mehr über Netzwerkfreigaben nutzen. Es lief zwar erstaunlich glatt und problemlos und hat sogar schon ein nicht mehr bootendes Mac OS X durch ein Kompletteinspielen eines älteren Backups retten können.

    Aber im Endeffekt waren dann doch die Nachteile zu überwiegend. Hin und wieder funktioniert es doch nicht. Weiterhin bekam das Image mit der Zeit sogar irreparable Fehler. Und es bleibt ein Hack, der von Apple offiziell nicht unterstützt wird. Nach dem zerschossenen Mac OS X war uns klar, dass wir für eine so kritische Anwendung wie Backups eine zuverlässigere Lösung haben wollen.

    Das soll niemanden davon abhalten, diese Lösung zu verwenden. In Zukunft werde ich aber nicht mehr auf aktuelle Themen/Fragen dazu eingehen können.a

  44. 44 MacLeo

    Okay…nochmal nachgelesen. Sorry, ich habe es irgendwie mit dem lokalen rechner nicht gecheckt.. trotzdem TOLL :-)

  45. 45 Roman

    Naja, TM bricht nach ca. 45 Sekunden das Back Up ab mit der 08/15-Fehlermeldung, dass das Back Up nicht durchgeführt werden konnte…

  46. 46 s@m

    Danke für das Tut. Ich habe aber immer noch ein Problem:

    Ich erstelle das Image und benne es nach dem o.g. Schema.

    Schalte ich nun TM ein, kann ich auch den Share sehen, indem ich das Image kopiert habe - der Share wird im Finder auch als TM-Share angezeigt (blau/grün hinterlegte Uhr) startet nun das erste BackUp sucht er sich tot.
    Es kommt irgendwann der Fehler, dass er nicht erfolgreich sichern konnte.

    Hat jmd. eine Idee?

  47. 47 Kurry

    Funkt einfach klasse. Habe einfach das Image groß genug gewählt.
    Danke für den Tipp, habs mal kurz verlinkt :)
    http://web.me.com/kurry84/KURRY‘S_Technik_Seite/Technik_Sochn/Einträge/2008/8/7_Time_Machine_auf_Netzlaufwerken.html

  48. 48 Jan

    Habe ein Lösung gefunden, wenn auch nicht für ext. HDDs mit Netzwerkanschluß. Das Zauberwort heißt iSCSI !! Schaut mal auf meinen Post bei macuser.de:
    http://www.macuser.de/forum/showthread.php?p=4538391#post4538391

    Vielleicht ist das ja eine Hilfe…

    Greetz,

    Jan

  49. 49 Leo Lipp

    Hallo,
    ich habe ein interessantes Phänomen. Wenn ich alles so mache wie angegeben, läuft das TimeMachine Backup einwandfrei. Leider nach ein paar Tagen und dem 10ten Backup meckert Time Machine und sagt “konnte das Image nicht aktivieren” oder auch letztes Backup “verzögert”. Hat jemand für mich einen Tip? habe ich noch was vergessen?

    Gruß MacLeo

  50. 50 Ernst

    Ich habe ein NAS mit mehreren Volumes am lokalen Netzwerk. Ich habe das Image auf «Public» kopiert, bekomme aber nur die Meldung: Leider fehlgeschlagen. Zielvolume ist natürlich «Public» und nicht das «MacPro_001f5b395e3x.sparsebundle»-Image. Gehts es vielleicht deswegen nicht?

  51. 51 Ernst

    Ich habe bei Apple nachgefragt. Im Second Level Support erklärten sie, es gebe einfach zu viele NAS-Systeme, als dass Apple sie supporten könnte. Aber niemand wird daran gehindert, das im OSX vorhandene «rsync» zu verwenden. Apple empfiehlt dies allerdings nicht, weil der 2ndL Support keine Befehlszeilen diktiert, weil es einfach zu gefährlich ist für eine Haftung. Es gibt aber irgendwo (http://4pple.de/index.php/zwei-oder-mehrere-macs-synchron-halten/) das Unison, das man runterziehen kann. Es legt im User/Library/Applications Support eine Präferenz-Datei an, die man einfach löschen kann, wenn man sich in den Pfaden verschrieben hat.
    Mostet man die rsync-Befehle da rein, merkt man: mit dem Unison dirigiert man rsync. Übrigens: WioG! (Wie immer ohne Gewähr)

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