Bisher habe ich ja immer geschmunzelt, wenn jemand das StudiVZ als StasiVZ bezeichnet hat. Aber die Jungs sind ja immer wieder für eine Überraschung gut. Und so schaffen sie es, dass auch diese Bezeichnung immer passender wird.
Man hat bei StudiVZ neue Mitgliederknebel neue AGB eingeführt. Und die sind nicht ohne. Wer diese akzeptiert — und das ist der Fall, wenn man Mitglied bleiben möchte — erklärt sich damit einverstanden, dass StudiVZ ihn für irgendwelche Vergehen Vertragsstrafen zahlen lässt. Dazu muss man dann noch eine „vertragsstrafenbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung“ abgeben. Und dafür reichen schon Kleinigkeiten wie eine doppelte Anmeldung oder falsche Angaben.
Sollte man gar einen „elektronischen Angriff“ auf das StudiVZ ausführen, sind läppische 6.000 € fällig. Und Stillschweigen.
Geht’s noch?
StudiVZ ist das Paradebeispiel für eine katastrophal unsichere Plattform. Ständig neue Sicherheitsskandale und Datenschutzprobleme. Und anstatt endlich mal das System wenigstens halbwegs sicher zu machen, will man denen auf die Finger hauen, die zur Aufdeckung dieser Probleme beitragen. So geht’s natürlich auch.
Details zu den Vertragsstrafen gibt’s bei Udo Vetter vom lawblog.
Wer jetzt noch freiwillig bei dem Laden mitmacht, der ist echt nur noch selber schuld.
(via fx3.org)
1 Antwort zu “StudiVZ: Jetzt neu mit Vertragsstrafen”