Archiv für März, 2007

Nachgereichte Neuerungen

Ist jetzt schon etwas spät, aber besser spät als gar nicht. Es gab hier in den letzten Tagen ein paar kleine Änderungen.

Zum einen ist das Werbebanner oben rechts weg. Es war vom finanziellen her für mich das effektivste Werbebanner. Allerdings sah die eingeblendete Werbung meiner Meinung nach größtenteils billig bis unseriös aus. Und ich will nicht, dass meine Seite durch die Werbung verschandelt wird. Die Werbetexte rechts bleiben erstmal, obwohl ich auch damit so meine Probleme habe.

Weiterhin heißen die täglichen Links jetzt nur noch Links. Offensichtlich sorgte das „del.icio.us“ davor für etwas Unklarheit. Deshalb nutze ich dies auch gleich, um zu erklären, wozu die sind. del.icio.us ist ein sogenannter Social-Bookmark-Dienst. Dort kann ich Links zu Seiten speichern, die ich in irgendeiner Art und Weise für erwähnenswert halte. Das kann alles mögliche sein und muss nicht immer bedeuten, dass ich hinter den verlinkten Seiten stehe. Einmal täglich werden dann hier die Links vom vergangenen Tag veröffentlicht.

Und damit hätte ich dann auch schon die Überleitung zur letzten Neuerung. In diesem Blog kann man ab sofort die Kommentare zu einzelnen Artikeln per E-Mail abonnieren. Dazu befindet sich unter dem Kommentarfenster ein Knopf, mit dem man nach Abgabe eines eigenen Kommentars das Abo aktivieren kann. Ggf. kann man dort auch das Abo kündigen und seine Aboeinstellungen verwalten. Ist die Funktion aktiviert, bekommt man automatisch eine E-Mail bei neuen Kommentaren zu dem entsprechenden Beitrag. Das ist u.U. sinnvoll, wenn man über weitere Diskussionsbeiträge oder evtl. spätere Antworten von mir informiert bleiben möchte.

Was das jetzt mit den Links zu tun hat? Offensichtlich hat WordPress 2.1 (die Software hinter diesem Blog) noch einige Probleme mit Plugins. Wenn ich dieses Kommentar-Abo-Plugin aktiviere, funktioniert die Aktivierung eines anderen Plugins nicht mehr, dass eigentlich für die Formatierung der täglichen Links zuständig war. Letztere muss ich nun manuell vornehmen. Ich hoffe aber, dass das in kommenden Versionen von WordPress und den Plugins wieder funktioniert.

Erdkunde beim Titten-Heinz*

In der Schule kann man die einzelnen Fächer besonders gut nach der Willkür der Notengebung einteilen. Natürlich kann einem der Lehrer in jedem Fach eine schlechtere Note reinwürgen, aber am geringsten ist diese Willkür wohl in Mathematik. Wenn man Mathe kann, kann man die Aufgaben lösen. Ergebnis und Rechenweg richtig ergibt volle Punktzahl. Schafft man das nicht, kann man seine Punkte zumindest transparent mit denen anderer vergleichen.

Ähnlich ist es in den Naturwissenschaften und den technischen Fächern. Physik, Chemie, Biologie, Informatik. Danach kommen mit einem großen Sprung die Geisteswissenschaften, gefolgt von den Sprachen. Hier kommt es schonmal auf das Gütdünken des Lehrers an, wie die eigene Arbeit bewertet wird. Passt die Analyse nicht in seine Meinung oder ist der Schüler dem Lehrer unsympathisch, finden sich schnell zig Gründe, warum das Geschriebene totaler Schrott ist. Andersrum natürlich genauso. Danach folgt noch Sport und weit abgeschlagen Kunst. Ich kann mir kein Fach vorstellen, in denen Noten noch beliebiger und willkürlicher sein könnten.

In der 11. Stufe stand ich in Erdkunde bei Herrn F. zwischen den Noten Eins und Zwei. Das und die einigermaßen interessanten Themen bei Herrn F. waren der Grund, warum ich auch in der 12 Erdkunde weiter belegte.

In der 12, jetzt bei Herrn S., tummelten sich meine Noten plötzlich im Dreier- bis Viererbereich. Natürlich hatte das nichts mit dem Lehrer zu tun. Und natürlich hatten die schönen Mädchen in der ersten Reihe nicht deshalb so gute Noten, weil sie hübsch und zwar nicht billig, aber doch aufreizend gekleidet waren, sondern allein deshalb, weil sie so gut Erdkunde konnten und sich so aktiv am Unterricht beteiligten.

Absurd wurde es aber dann in einer Klausur. Es ging um irgendein geplantes und gescheitertes Plattenbau-Wohnviertel im Osten (Magdeburg, I guess). Dazu gab es einige Materialen. Keine Ahnung, was die genaue Aufgabe war. Irgendwas war zu analysieren. Ich bekam eine Vier. Die Begründung war, dass ich meine Analysen nicht an den Materialen belegt hatte bzw. belegen konnte. Ich weiß nicht mehr, ob das stimmte, hatte mich aber mit der Note abgefunden.

Bei der Rückgabe der Klausuren war Herr S. total von der Klausur eines Mädchens angetan. Ich weiß nicht mehr, wie sie hieß, aber sie war eine der weniger hübschen, weniger schlanken Mädchen. Vielleicht war sie intelligent. Ich weiß es nicht, denn sie war extrem schüchtern und beteiligte sich eigentlich nie am Unterricht, auch nicht, wenn sie drangenommen wurde.

Herr S. bestand darauf, dass sie ihre Einserklausur vorlas, was sie dann schließlich — spürbar widerwillig — tat. Damit fertig, lobte der Lehrer immer wieder ihre Analysen und Folgerungen. Dass sie sich diese, so richtig sie vielleicht sein mochten, aus den Fingern gesaugt hatte und daher auch nicht an den Materialen belegen konnte, war sogar lobenswert. Ich glaube, er nannte das „weitergehende Gedanken“ oder so.

Weiter geht’s in Teil 2.

* Name und Bezeichnung geändert.

Populistisches Patentrezept: Verbieten und filtern

Und damit schließt sich dann der Kreis. Ich hab’s ja gesagt. Bert Weingarten reibt sich sicher schon die Hände.

Wer kann mir einen, aber auch nur einen einzigen, wirklich sinnvollen und für mich plausiblen Grund nennen, warum niemand eine Verschärfung der Waffengesetze (insb. bezüglich der Freizügigkeit, mit der Schützenvereine Waffen „ausleihen“) fordert?

Links vom 28.3.2007

Lord Calvin über Herrn Rönchen

Die Zeitschrift Technology Review macht derzeit mit einem Banner Werbung, das folgendes Bild enthält:

Ich finde ja, dass man, wenn man schon herausragende Wissenschaftler der Vergangenheit für seine Werbekampagne nutzen will, dann wenigstens in der Lage sein sollte, deren Namen richtig zu schreiben. Erst recht, wenn man sich über sie lustig machen will, weil sie sich irgendwo mal geirrt haben, und man von sich behaupten will, selber über solche Irrtümer erhaben zu sein.

Meinjanur.

Display mit Windpocken

Vor kurzem habe ich festgestellt, dass mein MacBook Pro Flecken hat. Auf dem Display. In der Mitte des Bildschirms haben sich kleine Punkte gebildet, an denen das Bild dunkel schattiert ist.

Auf dem Foto sieht man einen der Flecken unten rechts. Leider kommt der Effekt nur schlecht rüber. Den Fleck möge man sich einfach etwas dunkler vorstellen.

Wie man sieht, handelt es sich nicht um klassische Pixelfehler, denn dabei müssten einzelne Pixel dauerhaft leuchtend oder dunkel sein. Die Pixel unter den Flecken leuchten. Das Bild ist dort einfach etwas dunkler. So als liege da irgendwo Dreck in einer Zwischenschicht.

Auf jeden Fall stört das enorm, weswegen ich heute bei einem kleinen Apple-Service-Partner in Bochum war. Dort meinte der Mitarbeiter direkt, das wären Pixelfehler. Jetzt will man das Logic Board austauschen. Wegen der Pixelansteuerung und so.

Ich gebe zu, dass ich von Mac-Hardware und Displayaufbau sowie -ansteuerung keine Ahnung habe, aber irgendwie bin ich sehr skeptisch, dass mein Notebook mit neuem Logic Board von seinen Flecken geheilt sein wird. Abwarten.

Ähhh?

Gerade durfte ich das hier auf meinem Rechner bestaunen:

Ja, die Anzahl der noch zu löschenden Dateien ist negativ. Immerhin wurde die Zahl wie sonst üblich immer kleiner. Das ist aber bei Zahlen kleiner als Null nicht unbedingt von Vorteil.

Von Straßen und Wegen

Liebe Post,

offensichtlich haben deine Postboten und DHL-Fahrer immer mal wieder Probleme mit Straßennamen. Macht ja nix, man kann ja nicht alles können. Deshalb leiste ich dir jetzt etwas Aufklärungsarbeit.

Hier in Höntrop gibt es zwei Straßen mit geradezu tückisch gleichklingenden Namen. Das ist einmal die Höntroper Straße, auf der ich wohne, und der Höntroper Gänsereiterweg, auf dem ich nicht wohne. Gut, das ist jetzt auch zum Verwechseln ähnlich. Deswegen kann ich das auch verstehen, dass hier immer mal wieder Post für den Höntroper Gänsereiterweg im Briefkasten liegt. Auch wenn der Name des Empfängers nicht im entferntesten ähnlich ist. Und es ist auch nicht schlimm, wenn der DHL-Bote klingelt und fragt, ob denn die Straße da auf dem Paket meine Höntroper Straße ist.

Aber für die Zukunft wäre es schön, wenn du deinen Boten das mit den Straßennamen mal erklärst. Klingt so ähnlich reicht da nämlich nicht.

Vielen Dank!

I wie infantile Innovation

Bei Spreeblick gibt es ein Video über das Spiel LittleBigPlanet für die Playstation 3:

Als jemand, der noch nie verstanden hat, warum der Begriff „kindisch“ immer in einem abwertenden Kontext benutzt wird, bleibt mir nur ein Wort: Wow! Sehr innovatives Spielkonzept, genial einfach. Und kindisch.

Das Video weckt in mir direkt einen massiven Spieltrieb und ein großes Haben-Wollen-Bedürfnis. Wenn ich das sehe, muss ich ein bisschen wehmütig an früher denken, als ich noch mehr Zeit mit Computerspielen verbracht habe.

LittleBigPlanet ist ein Argument, sich die PS3 zu holen. Allerdings sprechen momentan leider 600 andere Argumente ziemlich dagegen.

Links vom 25.3.2007