Kai Pahl schreibt in der blogbar:
Das “Politmagazin” PANORAMA hat am Donnerstag einen unterirdischen Beitrag zum Thema “Computerspiele” gebracht. Nicht nur die Intention des Beitrages ist fragwürdig gewesen. Es tauchen so viele hanebüchene faktische Fehler auf, dass man sich fragen muss, ob PANORAMA, der NDR und die ARD überhaupt irgendeine Form der redaktionellen Qualitätskontrolle besitzen.
[…]
Der PANORAMA-Beitrag ist eine Katastrophe gewesen.
Die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten verstehen nicht, dass für Jugendliche/Unter Vierzigjährigen die handwerklichen Fehler solcher Beiträge offensichtlich sind. Die Häufung solch schlechter Beiträge zu einem Thema läßt für eine große Gruppe von Personen die gesamte Glaubwürdigkeit der Informationssparte der Öffentlich-Rechtlichen gegen die Wand fahren. Es sind solche Beiträge die dazu führen, dass in der Wahrnehmung von vielen, “Journalismus” keine Bezeichnung für ein Qualitätsmerkmal mehr ist und die Grenzen zwischen den altherkömmlichen Massenmedien und den Medienformen des Internets verwischen.
Word!
Ich muss ehrlich zugeben, dass der Beruf des Journalisten bei mir in den letzten Jahren tatsächlich einen geradezu inflationären Imageverlust erlitten hat und weiter erleidet. Ganz vorne dabei sind die öffentlich-rechtlichen Anstalten, die ich noch vor wenigen Jahren als Speerspitze des hochwertigen Qualitätsjournalismus angeführt hätte. Haben sich nur meine Ansichten geändert oder die öffentlich-rechtlichen Sender?
Nun denn. Während man bei Frank Plasbergs „hart aber fair“ wenigstens noch zum Eingeständnis eigener Fehler bereit ist, schafft man bei Panorama nur einen kindischen Rechtfertigungsversuch, der nicht einmal auf den gravierendsten Kritikpunkt (die angebliche Vergewaltigungsszene) eingeht.
Ich bin gespannt, wie der NDR oder Panorama weiterhin mit der offensichtlichen und großen Resonanz umgehen werden.
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