Archiv für Dezember, 2006

Jahresrückblick und so

So, da alle jetzt gerade am Zurückblicken sind, mache ich da flugs auch mal mit. 2006 war für mich nachträglich betrachtet ein gutes, wenn auch sehr streßiges Jahr.

Ich habe viel Zeit für mein Studium aufgewendet und wenig Freizeit gehabt. Das soll nicht wehleidig klingen. Es ist okay für mich, wenn auch etwas mehr Freizeit schön gewesen wäre.

Natürlich war die WM das Ereignis 2006. Auch für mich, obwohl mich Fußball sonst so viel interessiert wie die Börsenkurse japanischer Großunternehmen, also eigentlich gar nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass hier in diesem Land so eine großartige Stimmung möglich gewesen wäre.

Und dann habe ich in diesem Jahr meinen ersten Apple-Rechner bekommen. Mein MacBook Pro. Eine Entscheidung, die ich bisher nicht ein einziges Mal bereut habe. Unglaublich, wie genial und einfach dieses Gerät zu bedienen und wie detailverliebt und intelligent Mac OS X ist.

2006 habe ich mit dem Bloggen angefangen. Nachdem ich bereits vorher ein paar Blogs (v.a. BILDblog) zumindest sporadisch gelesen habe, wollte ich das auch mal probieren, hab mir Webspace besorgt, Wordpress installiert und ohne Ahnung und Können einfach drauf los geschrieben.

Innerhalb eines knappen Dreivierteljahres sind dabei 79 Artikel zustande gekommen. Also sowohl vom Umfang, aber auch von der Qualität bei Weitem nicht mit dem zu vergleichen, was sonst so in der deutschen Bloglandschaft abgeht. Selbiges gilt für die Leser- und Kommentarzahlen.

Aber auch das ist okay für mich.

Was 2007 bringt, weiß ich nicht. Vermutlich noch mehr Unistress und damit noch weniger Zeit für’s Bloggen und andere Freizeitaktivitäten. Ansonsten kann und will ich da gar keine Prognosen machen, was natürlich nicht heißt, dass ich mir nicht meine Gedanken mache.

Vorsätze für’s nächste Jahr? Habe ich mir noch nie gemacht, das werde ich auch für 2007 nicht ändern.

So, und damit wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch und ein schönes Jahr 2007!

Perlen des Webdesigns

Wenn man bei Dell einen Computer per EC-Karte bestellt, bekommt man bei der Eingabe der Kontodaten folgendes Formular zu sehen:

Dieses Feld ist noch im Aufbau und steht in Kürze zur Verfügung. Wir möchten Sie bitten, das Feld unbeschrieben zu lassen.

Ist ja drollig. War ganz schön viel Arbeit, dieses Feld da reinzuhieven. Dummerweise waren die Leute, die für den Installation des Feldes zuständig sind, noch nicht in der Lage, es auch korrekt anzuschließen. Da wieder wegtragen zu viel Arbeit wäre, lässt man es also da stehen und weist den Kunden daraufhin, dass er das Feld einfach ignorieren soll.

Und morgen erklärt dann jemand dem Webdesignteam von Dell die Kommentarfunktion von HTML und wieso man Änderungen erst dann in ein Produktivsystem bringt, wenn diese vollständig fertig sind.

Früher war Alles besser

Früher, als die Post noch eigene Mitarbeiter hatte…

Will man bei einer Direktbank, wie z.B. der comdirect, ein Konto eröffnen, muss diese die Identität des neuen Kunden überprüfen. Das macht man gerne über PostIdent. Dabei geht der Kunde mit speziellem Formular zur Post, wo die Daten des Personalausweises aufgenommen werden und zusammen mit dem Eröffnungsantrag zur Bank geschickt werden.

comdirect erklärt den Vorgang mit hübschen Bildchen und weist darauf hin, dass der ganze Vorgang kostenfrei sei:

comdirect erklärt das PostIdent-Verfahren

Also schnell zum Kolonialwarenhändler an der Ecke, wo die nächste „PostAgentur“ ist. Dort arbeiten Edeka-Kassiererinnen an einem speziellen Schalter, um dort Post-Dienstleistungen zu verkaufen. Formular eingereicht, alles unterschrieben und dann zusammengezuckt:

So, ich bekomme dann 1,45 € für’s Porto von Ihnen!

Ich stutze und versuche der Frau an Hand der Piktogramme und des Hilfstextes zu erklären, dass ich nichts bezahlen soll. Am Wort „Antwortumschlag“ hängt sie sich auf.

Ja, aber Sie haben ja keinen Antwortumschlag. Also bekomme ich 1,45 € für’s Porto von Ihnen.

Auf die Frage, wie ich denn bei einem Antrag aus dem Internet einen Antwortumschlag ausdrucken solle, wusste Sie keine Antwort. Meine Frage, wozu denn der Umschlag vor ihr sei, auf dem dick „Antwort“ stand, wurde gar nicht mehr beantwortet.

Also storniert und zurück nach hause. Dort comdirect angerufen. Die Mitarbeiterin wusste erst nicht so recht weiter, konnte mir aber nach einer Rückfrage bestätigen, dass ich definitiv kein Porto oder sonstige Gebühren zu zahlen hätte. Das ginge eindeutig aus dem PostIdent-Formular und dem Vorgang hervor.

Vielleicht sollte die Post an Stelle von Kassiererinnen doch eher richtig ausgebildete Kräfte für den Kundenbereich wählen.

So, jetzt jetzt geht’s erstmal zur richtigen Post-Filiale. Mal sehen, wie fähig man dort ist.

Update: Bei der richtigen Post hat eine erschreckend freundliche Mitarbeiterin meine Identität bestätigt. Die Unterlagen gehen an comdirect. Und das alles ohne Antwortumschlag und Portokosten.

Track&Trace nicht ganz so aktuell

Praktischerweise bietet Amazon in Zusammenarbeit mit DHL neuerdings auch einen Track&Trace-Service an, damit man seine Pakete während der Lieferung verfolgen kann. Letzteres ist praktisch, um abzuschätzen, wann denn der Paketbote tatsächlich kommt, ob man zu Hause bleiben sollte usw.

Die Statusabfrage lässt sich bei Amazon direkt oder gleich beim Versender DHL durchführen. Gerade letztere ist allerdings total nutzlos. Während ich heute ein Paket vor ca. 4 Stunden angenommen habe, ist der aktuellste Status bei DHL, dass mein Paket seit gestern um 12:22 Uhr zur Zustellbasis transportiert werde:

DHL Paketverfolgung

Wahrscheinlich steht dann morgen auf der selben Seite, dass mein Paket heute morgen in das Zustellfahrzeug geladen wurde. Und übermorgen erfahre ich dann, dass ich das Paket gegen 10 Uhr angenommen habe, oder was?

Ähnliche Verzögerungen hatte ich bisher bei jeder Bestellung in letzter Zeit.

Ich frage mich, wieso man einen Track&Trace-Service anbietet, wenn dieser nichtmal halbwegs aktuelle Infortmationen enthält. Im Nachhinein interessiert mich nicht, wo mein Paket wann war.

Bei DHL sollten die Logistik so weit technisiert sein, dass das System zu jedem Zeitpunkt genau weiß, ob sich ein Paket in einem Paketzentrum, Flugzeug, LKW oder Zustellfahrzeug befindet. Warum schafft man es nicht, diese Informationen an den Kunden weiterzugeben?

Kurioserweise weiß Amazon auf der eigenen Seite immerhin, dass mein Paket heute morgen das für uns zuständige Paketzentrum in Dorsten verlassen hat.