Es gibt so einschneidende Erlebnisse in der eigenen Kindheit, an die man sich vermutlich immer erinnern wird. Ich kann mich z.B. noch genau an einen Tag erinnern, an dem ich als kleines Kind mit meiner Mutter im ALDI einkaufen war.
Dort gab es Plüschteddybären für 10 Mark. Einmal gesehen und die süßen Dinger sofort ins Herz geschlossen. Ich wollte einen haben. Nicht nur einfach so, wie kleine Kinder immer irgendwas haben wollen. Ich wollte den wirklich haben!
Also Mama angequengelt.
Aber Mama — wahrscheinlich pädagogisch völlig richtig handelnd — wollte den nicht kaufen. Also weiter gequengelt, auch als wir aus dem ALDI raus waren. Irgendwann bin ich dann aus Verzweifelung in Tränen ausgebrochen, was auch meine Mutter einknicken ließ.
Also zurück zum ALDI und den Teddy gekauft.
An diesem Tag war ich wahrscheinlich eines der glücklichsten Kinder auf der Welt. Ich war meiner Mutter unglaublich dankbar. Der Teddy wurde eines meiner liebsten Kuscheltiere und hat mir in meiner weiteren Kindheit viel bedeutet.
Und dann lese ich heute diesen Artikel vom Herrn Vetter. Traurig zu sehen, was für herzlose Menschen in dieser Welt herumlaufen. Ich will mir nicht erlauben, anhand dieser Schilderung über das Leben des Jungen zu urteilen, aber wenn es nur halb so lieblos ist, wie ich es mir gerade ausmale, dann tut mir das Kind so unendlich leid.
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