Jan Delay über das Fusion Festival

Ich bin gerade auf der Homepage von Jan Delay vorbeigestolpert und fand dort unter der Rubrik “News Flash” einen interessanten Text (selbigen gibt’s auch bei den Beginnern direkt).

Was war passiert? Jan Delay ist wohl auf dem diesjährigen Fusion Festival aufgetreten. Getreu dem Motto “Ich liebe es, die Meinung zu spalten wie beim Holzhacken” hat er sich anscheinend im Deutschlandtrikot hingestellt und Fußballlieder gesungen. Und das auf einem Festival, das mit dem Motto “Ferienkommunismus” wirbt. Natürlich fanden das einige gar nicht lustig, so dass Jan Delay nun stellenweise als Deutschnationalist oder gar Rassist beschimpft wird.

Und weil der Jan das gar nicht so lustig findet, hat er nun dieses Statement abgegeben. Ich war zwar nicht dabei, aber auch so muss ich sagen, dass ich diese Aussagen fast vollständig unterschreiben könnte. In diesem Sinne: Stift her!

Der Text zeigt für mich einmal wieder, was für eine gesunde und vernünftige Einstellung der Herr Eißfeldt hat und wie sehr er sich doch über so viele Dinge differenzierte und kritische Gedanken macht.

Bei indymedia schreibt übrigens jemand:

-Jan Delay war ehrlich gesagt mit seiner Deutschland-Tümelei einfach zum Kotzen, ich bin da auch gegangen (habs auch nicht gemeldet, vielleicht hätte ich das sollen, ich glaube/hoffe aber dass er nicht mehr eingeladen wird) ?

Nicht gemeldet? Aha. Für Toleranz und gegen Polizeistaat. Und bloß kritisch sein gegenüber Kapitalismus, Nationalismus, Kommerz und Co. Aber wehe, da kommt jemand quer und fordert eben diese Toleranz für sich, um einen (zu Recht) selbst zu kritisieren.

Bei Wikipedia steht übrigens über das Fusion Festival:

Fernab der Gesellschaft soll eine Parallelgesellschaft entstehen, die frei von Zwängen und Kontrollen ist. Die Veranstalter legen großen Wert auf gegenseitige Toleranz […] es wird ausschließlich vegetarisches und veganes Essen verkauft.

Jaja, Toleranz auf die Flaggen schreiben. Aber dann, voll politisch korrekt, nur vegetarisches Essen verkaufen. Nichts gegen Leute, die kein Fleisch essen, aber genau diese Einstellung ist in meinen Augen beispielhaft für die gigantischen Ambivalenzen bei vielen Möchtegern-Alternativen.

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